Iran weist Äusserungen von Kanzler Merz zurück
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat im Falle eines neuen Krieges mit massiven Militärschlägen und Schäden weit über 100 Milliarden Dollar gedroht. Araghtschi reagierte auf der Plattform X auf Äusserungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) während seines Südkorea-Besuches.
(Keystone-SDA) Nach den Worten von Merz hat Deutschland ein starkes wirtschaftliches Interesse daran, dass der Iran-Konflikt so schnell wie möglich beendet werde. Die Verteuerung der Energiepreise habe alleine Europa über 100 Milliarden Euro gekostet.
Araghtschi erklärte auf der Plattform X: «100 Milliarden Euro sind nichts im Vergleich zu dem vernichtenden Schlag, den die mächtigen Streitkräfte des Irans gegen diejenigen austeilen werden, die es wagen, unserem Volk Schaden zuzufügen.» Rote Linien gehörten der Vergangenheit an.
Araghtschi greift «Drecksarbeit»-Äusserung von Merz auf
Der iranische Aussenminister warf Merz zudem vor, dass er im vergangenen Jahr die Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran mit der Bemerkung «Europas Drecksarbeit erledigen» begrüsst habe.
Merz hatte am 17. Juni 2025 in einem Interview mit dem ZDF während des G7-Gipfels im kanadischen Kananaskis gesagt: «Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht – für uns alle. Wir sind von diesem Regime auch betroffen.» Weiter sagte Merz: «Ich kann nur sagen: Grössten Respekt davor, dass die israelische Armee den Mut dazu gehabt hat, die israelische Staatsführung den Mut dazu gehabt hat, das zu machen. Wir hätten sonst möglicherweise Monate und Jahre weiter diesen Terror dieses Regimes gesehen – und dann möglicherweise noch mit einer Atomwaffe.»
Die «Drecksarbeit»-Äusserung von Merz stiess auf viel Kritik. Der Kanzler sagte später: «Ich habe das so bezeichnet, muss man nicht wiederholen. Das kann man so oder so zum Ausdruck bringen.»
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