Krankenkassenverband zieht Leistungsauftrag für Luks vor Gericht
Der Krankenkassenverband Prio Swiss hat beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen einen Leistungsauftrag für Speiseröhrenoperationen am Luzerner Kantonsspital (Luks) eingereicht. Der Verband kritisiert unter anderem, dass das Luks die geforderten Mindestfallzahlen nicht erreicht hat.
(Keystone-SDA) Das zuständige Beschlussorgan für die hoch spezialisierte Medizin (HSM) hatte dem Luks den medizinischen Leistungsauftrag für Speiseröhrenoperationen erteilt. Das zuständige Fachorgan hatte davon abgeraten. Es sah den Bedarf durch die zehn anderen Zentren bereits gedeckt, wie es in der Mitteilung am Montag hiess.
Laut dem Verband der Schweizer Krankenversicherer bestehen dort ausreichende Behandlungskapazitäten. Eine zusätzliche Vergabe könne die Konzentration von Erfahrung und Routine erschweren und die Behandlungsqualität für die Patientinnen und Patienten beeinträchtigen. Zudem führe sie zu einer Überversorgung.
Das Beschlussorgan begründete den Entscheid unter anderem mit personellen und strukturellen Veränderungen am Kantonsspital sowie gestiegenen Fallzahlen. Prio Swiss hält diese Gründe für nicht ausreichend und beantragt, den Leistungsauftrag aufzuheben.
Der Verband will damit die Einhaltung der gesetzlichen Planungskriterien gerichtlich überprüfen lassen. «Die Versicherten erwarten einen sorgfältigen Einsatz ihrer Prämiengelder», wird Saskia Schenker, Direktorin von Prio Swiss, in der Mitteilung zitiert.