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Leichtere Rassen lösen «Barry» ab

Im Jahr 1750 wurden auf dem Grossen St. Bernhard die ersten Hunde abgerichtet. Die Berhardiner sollten Reisende bei der Passüberschreitung begleiten und - wenn nötig - retten. Inzwischen haben sie ihren Platz räumen müssen.

Die Stiftsherren von St.Bernhard hatten einen Führer angestellt, um die Reisenden zu begleiten. Er nahm dazu jeweils zwei oder drei Hunde mit. Im Nebel, in Stürmen oder bei starkem Schneefall mussten sie den Weg wiederfinden. Sie konnten aber auch Menschen aufspüren, die sich verirrt hatten oder von einer Lawine begraben wurden.

Barry schuf die Legende

Die Geburt des berühmten Hundes «Barry» fiel ins Jahr 1800. Fast zur gleichen Zeit überschritt Bonapartes Armee den Pass. «Barry» rettete mehr als vierzig Menschen. Wegen dieser Leistungen rankten sich bald Legenden um den Bernhardinerhund.

Die Geschichten über «Barry» gingen um die Welt. Die berühmteste erzählt, wie er einen kleinen Knaben aus dem Schnee rettete. «Barry» leckte den Knaben, bis er wieder erwachte. Durch geschickte Bewegungen konnte der Hund den Knaben dazu bewegen, auf seinen Rücken zu steigen. «Barry» trug den Geretteten zum Hospiz.

Nach seinem Tod wurde «Barry» ausgestopft. Heute ist er im Naturhistorischen Museum Bern zu sehen. Zu seinem Andenken trägt das schönste Männchen im Zwinger des Hospizes auf dem Grossen St. Bernhard seinen Namen.

Labradors und Schäfer statt «Barry»

Die Einführung von Telegraf und Telefon in den Jahren 1885 und 1886 erleichterte es, die Hunde mit ihrem Führer zu alarmieren. Durch den Bau von Tunnels schuf man einfachere Möglichkeiten, um die Alpen zu überqueren. Auf dem Grossen St. Bernhard nahm der Winter-Verkehr ab. Aus diesen Gründen hatten auch die Hunde weniger zu tun.

Von 1955 an richtete man auf den Hospizen Grosser St. Bernhard und Simplon andere Rassen als Lawinenhunde ab. Ungeachtet ihrer guten Resultate haben die Bernhardiner Nachteile. Vor allem ihre Grösse stört bei Helikopter-Transporten. Sie mussten leichteren Hunden wie dem Belgischen Schäfer oder dem Labrador Platz machen.

swissinfo und Agenturen

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