NZZaS/UBS: Ethos beteiligt sich an Sammelklage gegen die Grossbank
Zürich (awp) – Die Schweizer Anlagestiftung Ethos will sich an einer Sammelklage der US-Kleinstadt Pontiac gegen die UBS beteiligen. Dies bestätigte Ethos-Direktor Dominique Biedermann gegenüber der «NZZ am Sonntag». Er erachte dies als «treuhänderische Pflicht», sagte er.
Seine Anlagestiftung dürfe nicht schlechter gestellt werden als jene Aktionäre, die aufgrund ihrer Teilnahme an der Sammelklage möglicherweise eine Entschädigung von der UBS erwirken könnten, begründet Biedermann seine Entscheidung.
Auch weitere Anleger aus den USA, Deutschland und Dänemark schliessen sich der Klage an, wie die «NZZ am Sonntag» weiter schreibt. Laut dem Blatt geht es dabei um Entschädigungsforderungen in der Höhe eines «dreistelligen Millionenbetrags».
Eine Pensionskasse von Pontiac im US-Bundesstaat Michigan hatte bereits im Juli 2008 eine Sammelklage gegen die UBS eingereicht. Sie wirft der Grossbank vor, ihren Aktionären in den Jahren 2007 und 2008 das wahre Ausmass der faulen Anlagen im US-Hypothekenmarkt verschwiegen zu haben. Das habe zu Milliardenverlusten und einem Kurszerfall der UBS-Aktie geführt. Somit sei sie als Aktionärin geschädigt worden.
ra