OIL/Ölpreise vor US-Lagerdaten leicht gestiegen
NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) – Die Ölpreise haben sich am Mittwoch vor der Veröffentlichung neuer Lagerdaten aus den USA kaum verändert. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im März 74,87 US-Dollar. Das waren 16 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im März stieg um 10 Cent auf 73,39 Dollar.
Risikoeindämmung spielt laut Händlern am Markt derzeit eine grössere Rolle als Risikoausweitung. Industriedaten hatten am Dienstag einen unerwarteten Rückgang der US-Rohölbestände angezeigt. Nun stelle sich die Frage, ob die Daten des US-Energieministeriums diese Entwicklung bestätigten, hiess es. Die Daten werden am Nachmittag veröffentlicht.
Laut Commerzbank kommt scheint jetzt Bewegung in die Debatte über eine stärkere Regulierung der Energiemärkte zu kommen. Ende Februar soll es ein Treffen von Internationaler Engergieagentur (IEA), der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), Bankenvertretern und der Regulierungsbehörden der USA und Grossbritanniens geben. «Falls es zu einem koordinierten Vorgehen kommt, würde dies die Erfolgsaussichten erheblich verbessern, mit der Folge, dass die Energiepreise weiter unter Druck geraten», erwartet die Commerzbank.
Der Preis für Rohöl der Opec ist leicht gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel (159 Liter) am Dienstag im Durchschnitt 71,94 US-Dollar. Das waren drei Cent weniger als am Montag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./js/wiz