Parmelin plädiert für Generationenwechsel bei seiner Nachfolge
Der abtretende Bundesrat Guy Parmelin hat sich in einem "CH Media"-Interview für einen Generationenwechsel bei seiner Nachfolge ausgesprochen. Mehreren als mögliche Nachfolgerinnen gehandelten SVP-Politikerinnen traue er das Amt zu.
(Keystone-SDA) «Ich denke, es ist Zeit für einen Generationenwechsel», sagte Parmelin in dem am Montag publizierten Gespräch. Er verwies auf Nationalrätin Céline Amaudruz, Ständerätin Esther Friedli und die Zürcher Regierungsrätin Natalie Rickli, über die auch die Medien als mögliche Kandidatinnen berichteten. Die drei seien zwischen 45 und 49 Jahre alt und damit rund 20 Jahre jünger als er. «Das ist eine andere Generation. Aber auch sie hat Erfahrung und macht Politik», sagte Parmelin.
Er störte sich daran, dass bei möglichen Kandidatinnen noch immer Vorurteile bestünden. Fragen wie «Wer kümmert sich um die Kinder?» seien Ausdruck eines «alten, sehr konservativen Denkens». Man sehe längst, was Frauen erreichen könnten, wenn man sie machen lasse.
Man müsse die Leute zunächst anfangen lassen und danach ihre Arbeit beurteilen, sagte Parmelin. «Das Amt ist intensiv, es hat Höhen und Tiefen, und man braucht gute Leute um sich, weil man nicht alles allein machen kann.» Er habe Vertrauen, dass die genannten Politikerinnen «ihre Prüfungen bestehen werden».