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HAMBURG (awp international) - Beim zähen Ringen um den Einfluss beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS könnte das Unternehmen einem Bericht zufolge selbst eigene Anteile kaufen. EADS könnte über ein Aktienrückkaufprogramm den Wunsch Daimlers zum Teilausstieg erfüllen, ohne dass der Bund die Anteile übernehmen müsse, schrieb die "Financial Times Deutschland" (FTD/Montagausgabe). Dieses Szenario werde derzeit in Finanzmarktkreisen diskutiert. EADS hätte genügend Geld auf der hohen Kante, die 7,5 Prozent am eigenen Unternehmen selbst zu kaufen, die der Stuttgarter Konzern abgeben will.
Um das deutsch-französische Aktionärsgleichgewicht zu halten, müsste EADS zudem insgesamt 7,5 Prozent von den beiden französischen Anteilseignern Lagardere und dem französischen Staat übernehmen. Damit würde den drei Grossaktionären Daimler , Lagardere und dem französischen Staat Geld zufliessen. Rechnerisch würde der Aufkauf von 15 Prozent der Aktien derzeit gut 5 Milliarden Euro kosten. Ein EADS-Sprecher habe sich am Sonntagabend dazu nicht geäussert, hiess es in dem Bericht.
Der Rückkauf der eigenen Aktien könnte auch zeitlich gestreckt werden. Parallel müssten die seit langem diskutierten rechtlichen Voraussetzungen für ein Veto-Recht über "Goldene Aktien" für Deutschland und Frankreich vorangetrieben werden. Dieses Gesamtpaket könnte eine Langfristregelung ergeben. Ein Aktienrückkauf wäre nach Ansicht von Finanzmarktexperten eine Lösung für die zum Teil unterschiedlichen Interessen, weil es bei der aktuellen Machtbalance und industriellen Führung bleiben könnte.
So berät an diesem Mittwoch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einem Treffen mit Aussenminister Guido Westerwelle und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (beide FDP) und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), ob der Staat EADS-Anteile von Daimler kaufen soll. Einem "Spiegel"-Bericht zufolge will die Bundesregierung einen Teilausstieg Daimlers noch verhindern. Dabei ist sogar eine staatliche Verkaufsprämie für Elektroautos im Gespräch, sollte Daimler im Gegenzug auf seine Anteils-Verkaufspläne verzichten.
Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigte den Bericht nicht. Sie verwies darauf, dass Minister Brüderle sich wiederholt gegen Verkaufsprämien für Elektroautos ausgesprochen hat. Daimler und der französische Staat sind derzeit mit je 15 Prozent an dem Konzern beteiligt, die französische Lagardère-Gruppe und ein deutsches Bankenkonsortium halten jeweils rund 7,5 Prozent. Für den Anteil der deutschen Bankengruppe liegen die Stimmrechte bei Daimler. Vertraglich sind die Schwaben bis 2012 gebunden./zb/enl

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