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Privatklinikgruppe Hirslanden macht 200 Millionen für Ausbau locker

(Keystone-SDA) Zürich – Die Hirslanden-Gruppe investiert in den nächsten Jahren über 200 Mio. Fr. in ihre Privatspitäler. Der grösste Brocken ist für die Hirslanden-Klinik in Zürich vorgesehen: Dort soll für 80 Mio. Fr. noch im laufenden Jahr der Bau eines neues Gebäude für Zimmer und Praxen beginnen.
Die Klinik St. Anna in Luzern soll für 70 Mio. Fr. einen Neubau unter anderem für Operationsräume, Radiologie und Strahlentherapie erhalten, wie am Mittwoch bekannt gegeben wurde. Weil das bis 2015 geplante Projekt gewisse Auswirkungen auf das Luzerner Stadtbild hat, will Hirslanden den Bau sorgfältig mit den Behörden koordinieren.
Darüber hinaus wendet die Gruppe 28 Mio. Fr. für die Berner Klinik Beau-Site auf, die ebenfalls mit einem Neubau ergänzt wird. Nochmals 28 Mio. Fr. investiert die Gruppe in den den Lausanner Standort Bois-Cerf, wo sie ein neues Zentrum für Radiologie und Strahlentherapie plant.
Wenig Scheichs und Oligarchen
Die Gruppe, sie seit 2007 zum südafrikanischen Spitalkonzern Medi-Clinic gehört, wolle in der Schweiz flächendeckend präsent sein, sagte Hirslanden-Chef Ole Wiesinger im Gespräch mit den Medien in Zürich. Kürzlich hat Hirslanden die Klinik Stephanshorn in St. Gallen übernommen. Was nach wie vor fehlt, ist ein Standbein in Genf und im Tessin.
Für internationale Patienten sei Genf der wichtigste Ort, sagte Wiesinger. Ein bedeutender Teil der ausländischen Patienten komme übrigens aus Deutschland und Österreich, sagte Wiesinger: «Die Scheichs und Oligarchen, die in Scharen zur Behandlung einfliegen, sind eine Mär», sagte der Spitalmanager.
Ganzer Konzern will wachsen
Die Hirslanden-Gruppe hat in den vergangen Jahren dem Umsatz kontinuierlich gesteigert und 2009/2010 (Geschäftsjahr per Ende März) 1,13 Mrd. Fr. erwirtschaftet. Pro Jahr geht nach Angaben der Geschäftsleitung etwa ein Zehntel des Umsatzes in die Weiterentwicklung der 14 Kliniken in der Schweiz.
Die 200 Mio. Fr. für die geplanten Bauvorhaben sowie die etwaigen Zukäufe würden aber «separat finanziert», sagte Wiesinger. Der Mutterkonzern Medi-Clinic, der auch Kliniken in Südafrika, Namibia und den Vereinigten Arabischen Emiraten betreibt, will insgesamt wachsen und schaut sich auch nach neuen Märkten um.

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