Pro Natura bringt Tiere und Pflanzen in einer Arche in Sicherheit
(Keystone-SDA) Bern – Rund 300 Kinder und Jugendliche haben selbstgebastelte Tiere und Pflanzen in die «Arche der Biodiversität» am Bundesplatz in Bern gebracht. Mit dieser Aktion forderte der Verein Pro Natura einen besseren Schutz der Artenvielfalt.
Die Biodiversität in der Schweiz ist bedroht, doch wird dagegen zu wenig unternommen, wie Pro Natura in einer Mitteilung schreibt. Dabei geht es um die Vielfalt des Lebens in all seinen Formen; um Tier- und Pflanzenarten, Lebensräume oder Ökosysteme und um genetische Vielfalt.
Die Arche ist ein 13 Meter langes und 6 Meter hohes Holzschiff, das der Neuenburger Bühnenbildner Xavier Hool konstruiert hat. Es soll Pro Natura durch die dreijährige Kampagne zur Biodiversität begleiten.
Kurz vor Beginn des internationalen Jahrs der Biodiversität 2010 hat eine Umfrage des Forschungsinstituts gfs.bern ergeben, dass nur die Hälfte der Schweizer Bevölkerung den Begriff «Biodiversität» kennt.
Die Betroffenheit sei demnach eher gering, schreibt das Bundesamt für Umwelt, das die Umfrage in Auftrag gegeben hatte, in einer Mitteilung. Doch die Bereitschaft, für den Erhalt der Biodiversität aktiv zu werden, werde von einer Mehrheit geteilt.
Knapp 70 Prozent der Befragten schätzten demnach den Zustand der Biodiversität als gut oder eher gut ein. Nur 40 Prozent dachten, dass sie von einer Verarmung der Artenvielfalt persönlich betroffen sind.
Gemäss Angaben von Pro Natura sind heute 8 der ursprünglich 54 Fischarten in der Schweiz ausgestorben und 34 sind gefährdet. Von 19 Reptilienarten gelten lediglich vier als nicht gefährdet. 40 Prozent aller Moosarten sind auf der so genannten Roten Liste.