Roche liefert Laborausrüstung für Ebola-Tests in den Kongo
Roche unterstützt den Kampf gegen den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo mit Laborausrüstung. Der Basler Pharmakonzern stellt dem nationalen Gesundheitsinstitut INSP zwei Geräte für molekulare Tests zur Verfügung, wie Roche am Mittwoch mitteilte.
(Keystone-SDA) Die Geräte sollen nach ihrer Vorbereitung und der Schulung lokaler Labormitarbeiter in Bunia eingesetzt werden. Dort soll auch ein von Roche entwickelter PCR-Test auf das Bundibugyo-Ebolavirus vor Ort geprüft werden. Dieser Test kann Erbgut des Virus in Proben nachweisen. Der Test ist bislang nur für Forschungszwecke vorgesehen und noch nicht für diagnostische Verfahren zugelassen.
Nach erfolgreicher Prüfung will Roche weitere Tests liefern und bei Bedarf zusätzliche Geräte bereitstellen. Ziel sei es, die derzeit unzureichenden Testkapazitäten im Land auszubauen.
Der Ebola-Ausbruch vom Mai ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) der grösste, der bislang im Kongo registriert wurde. Ende September waren bereits knapp 8000 Infektionen und rund 3800 Todesfälle bestätigt. Betroffen waren 63 Gesundheitsbezirke in sieben Provinzen. Besonders stark betroffen ist die Provinz Ituri. Die WHO stuft das Risiko im Kongo als sehr hoch ein.