Russischer Angriff: Menschen in Kiew und Umland ohne Strom
Nach einem russischen Angriff sind Menschen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und ihrem Umland ohne Strom. Moskau habe ein Objekt der kritischen Energieinfrastruktur attackiert, teilte das ukrainische Energieministerium mit.
(Keystone-SDA) In Teilen der Stadt und der Region Kiew seien Verbraucher in der Folge ohne Stromversorgung. Mit der Wiederherstellung werde begonnen, wenn die Sicherheitslage es zulasse. In der Hauptstadt, ihrem Umland und weiteren Regionen des Landes war Drohnenalarm ausgelöst worden.
Durch die Schäden an einer Energieanlage in der Region Kiew sei der Wasserdruck in mehreren Stadtteilen niedrig, schrieb Hauptstadtbürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram. Zudem seien Drohnentrümmer auf das Grundstück eines Privathauses gestürzt. Im Erdgeschoss des Hauses brach demnach ein Feuer aus.
Ausserdem waren laut ukrainischem Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in der Region Wolyn im Westen der Ukraine 15.000 Menschen nach einem russischen Angriff auf die Energieinfrastruktur ohne Strom. Er beklagte, dass Reparaturteams aufgrund der Gefahr erneuter Angriffe nicht mit den Wiederherstellungsarbeiten beginnen können.
Nicht zum ersten Mal in dieser Woche verursachen russische Angriffe Probleme bei der Elektrizität. Bereits am Mittwoch hatte Selenskyj von Hunderttausenden gesprochen, die infolge russischer Angriffe ohne Stromversorgung waren. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als viereinhalb Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg.