Schrittweise Schulwiedereröffnungen und vier Festnahmen im Elsass
Die Behörden haben am Mittwoch in Elsass sieben geschlossene Schulen schrittweise für bestimmte Klassen eröffnet. Zudem haben die Sicherheitskräfte im Zusammenhang mit den französischen Schulprotesten vier Personen festgenommen, wie die Präfektur des Départements Haut-Rhin mitteilte.
(Keystone-SDA) Die Gendarmerie hat fünfzig Feuerwerkskörper aus dem Kofferraum eines Autos beschlagnahmt, das ein Schüler in unmittelbarer Nähe seiner Schule in Illzach bei Mülhausen parkiert hatte.
Die Präfektur hat aufgrund der anhaltenden Proteste beschlossen, die Massnahmen, die bereits in Basels elsässischer Nachbarstadt Saint-Louis sowie in Mülhausen und Colmar in Kraft sind, ab morgen Donnerstag auf weitere Gemeinden auszuweiten. Dazu gehören vor allem Orte rund um Mülhausen wie etwa Morschwiler-le-Bas, Illzach, Pfastatt, Richwiller und Rixheim.
Verbot von Feuerwerk und Benzinkanistern
Die temporären Massnahmen beinhalten ein Verbot des Verkaufs und des Gebrauchs von Feuerwerk, wie die Präfektur festhält. Untersagt ist auch der Kauf, Verkauf und Transport von Benzin in transportablen Behältern, sofern die Kundschaft dies nicht begründen kann; ebenso das Tragen von Gegenständen, die im Sinne des Strafgesetzes als Waffe gelten können.
Seit Ende September kommt es in vielen französischen Städten zu Protesten von Schülerinnen und Schülern der weiterführenden Schulen, den Lycées. Hunderttausende demonstrieren derzeit unter anderem gegen fehlende Mittel und Lehrkräfte sowie gegen überfüllte Klassen und Stundenpläne.
An manchen Orten kam es dabei zu gewalttätigen Ausschreitungen. Hunderte Schulen im Land blieben vorsorglich komplett oder teilweise geschlossen. Zudem kam es gemäss Angaben des Innenministeriums vom Dienstag zu rund Tausend Festnahmen. Bildungsgewerkschaften riefen zu erneuten Demonstrationen am Donnerstag auf.