Schweiz stockt Ebola-Hilfe für den Kongo auf
Die Schweiz hat ihre Hilfe zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo verstärkt. Sie unterstützt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit weiteren 1,6 Millionen Franken.
(Keystone-SDA) Damit steigt die gesamte Schweizer Unterstützung seit Beginn der Krise auf 4,6 Millionen Franken, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Donnerstag mitteilte.
Mit dem zusätzlichen Beitrag der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) soll die Koordination der medizinischen Notfallteams verstärkt werden. Zudem wird ein Plan zur Eindämmung der Krankheit in Nachbarländern wie dem Südsudan unterstützt.
Dank der Unterstützung ihrer Partner konnte die WHO ihre Testkapazitäten laut dem EDA in den betroffenen Gebieten von 200 auf 400 Tests pro Tag ausbauen. Das Netzwerk umfasst nun zehn über die betroffenen Provinzen verteilte Labore mit einer Gesamtkapazität von über 2000 Tests pro Tag.
Die Deza stellt der WHO ausserdem für sechs Monate eine Expertin des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe zur Verfügung. Auch beteiligt sich die Schweiz an klinischen Tests für mögliche Ebola-Therapien.
Die Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo brach im Mai 2026 erneut aus. Seither wurden 2536 bestätigte Fälle und 1033 Todesfälle registriert. Das Virus breitete sich vor allem im Osten des Landes in den Provinzen Ituri und Nord-Kivu aus, wo bewaffnete Konflikte die Eindämmung erschweren.