Schweizer Jäger fliegt Hirsch aus Italien aus und bekommt Busse
Ein Schweizer Jäger hat per Helikopter einen im Piemont erlegten Kronenhirsch ausgeflogen und dabei gegen mehrere Vorschriften verstossen. Die Provinzpolizei Verbano-Cusio-Ossola hat den Mann mit einer Geldbusse von über 5000 Euro belegt.
(Keystone-SDA) Der Mann verfüge über ein gültiges Jagdpatent für das Gebiet der Provinz Verbano-Cusio-Ossola, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Montag. Nach dem Abschuss eines Kronenhirsches habe er einen Helikopter einer Schweizer Firma eingesetzt, um das Tier zu bergen und über die Grenze zu transportieren.
Dabei missachtete er sowohl die Flugbestimmungen in einer besonderen Schutzzone als auch die Vorschriften zur Nutzung von Luftfahrzeugen für die Bergung von Wildtieren. Eine Geldbusse von ebenfalls rund 5000 Euro sei auch gegen das Helikopterunternehmen verhängt worden, schrieb die italienische Nachrichtenagentur weiter.
Ebenfalls eine hohe Geldbusse werde zwei weiteren Jägern zur Last gelegt – einer von ihnen sei ohne gültiges Jagdpatent für die betreffende Provinz im Piemont unterwegs gewesen. Beide wurden von Beamten in Macugnaga gestoppt. Sie hatten einen jungen Gämsbock erlegt, dessen Abschuss nicht genehmigt war.