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Sea-Watch darf mehr als 300 Migranten nach Sizilien bringen

HANDOUT - Ein Rettungsboot von Seawatch (M) bringt Migranten von einem Flüchtlingsboot in Sicherheit an Bord der «Sea-Watch 3», die bereits zahlreiche Migranten an Bord hat. Foto: -/Sea-Watch/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits Keystone/Sea-Watch/- sda-ats

(Keystone-SDA) Das deutsche Schiff «Sea-Watch 3» darf mehr als 300 Migranten, die auf ihrem Weg nach Europa im Mittelmeer gerettet wurden, nach Sizilien bringen.

Die italienischen Behörden wiesen der Organisation Sea-Watch am Donnerstag nach mehrtägiger Wartezeit den Hafen Pozzallo im Süden der Insel zu. An Bord sind nach Angaben der Helfer insgesamt 344 Migranten. Einige seien sehr erschöpft und dehydriert, weil sie tagelang auf See unterwegs gewesen seien.

In Italien ist die Migration aus Nordafrika über das Mittelmeer ein politisches Streitthema. Rechte Politiker werfen Hilfsorganisationen vor, mit Schleppern zusammenzuarbeiten. Der ehemalige Innenminister Matteo Salvini muss sich an diesem Donnerstag in Mailand vor Gericht wegen übler Nachrede gegen die frühere «Sea-Watch 3»-Kapitänin Carola Rackete verantworten. Die 34-Jährige ist nach eigenen Angaben nicht am Ort. Auch Salvini werde nicht erscheinen, wie sein Büro am Mittwochabend mitteilte.

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