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Siemens droht Strafgeld von Russlands Staatsbahn

MOSKAU/MÜNCHEN (awp international) – Die russische Staatsbahn RZD hat dem Siemens-Konzern technische Fehler beim neuen Hochgeschwindigkeitszug «Sapsan» (Wanderfalke) vorgeworfen und Strafgelder angedroht. Seit der ersten Fahrt zwischen Moskau und St. Petersburg am 17. Dezember habe es einige Probleme gegeben, etwa mit den Kondensatoren oder den automatischen Türen. Dadurch seien Verspätungen von bis zu 45 Minuten entstanden, sagte RZD-Chef Wladimir Jakunin nach Angaben der Agentur Ria Nowosti vom Donnerstag. «Unser Vertrag sieht Strafen für Fehler des Konstrukteurs vor, und wir werden solche Strafen sicherlich verhängen, ohne vor Gericht zu gehen.»
Bis 2010 liefert Siemens insgesamt acht Züge im Wert von 276 Millionen Euro an die RZD. Hinzu kommt für einen Zeitraum von 30 Jahren ein Vertrag über 354 Millionen Euro für den technischen Service. Derzeit legt der «Sapsan» sechsmal am Tag die 650 Kilometer lange Strecke zwischen den beiden grössten russischen Städten zurück. Die Fahrt ist mit 3 Stunden 45 Minuten eine Dreiviertelstunde schneller als bisher./bvi/DP/wiz

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