SP AR nominiert Balmer und empfiehlt Ruprecht für Regierungsrat
Die SP Appenzell Ausserrhoden hat an ihrem Parteitag Yves Noël Balmer für die Regierungsratswahlen im Februar 2027 nominiert. Zudem empfiehlt sie Balz Ruprecht (EVP) für den frei werdenden Sitz von Dölf Biasotto und fasste Parolen für die eidgenössischen Abstimmungen vom 29. November.
(Keystone-SDA) An ihrem Parteitag im Casino Herisau nominierte die SP Appenzell Ausserrhoden Yves Noël Balmer für eine weitere Amtszeit im Regierungsrat. Für den frei werdenden Sitz von Dölf Biasotto (FDP) sprach die Partei eine Wahlempfehlung für Balz Ruprecht (EVP) aus, wie die SP Appenzell Ausserrhoden am Sonntag mitteilte.
Die 44 anwesenden stimmberechtigten Mitglieder sprachen sich für den bisherigen Regierungsrat Balmer aus. Die Partei würdigte sein Engagement für ein soziales und nachhaltiges Appenzell Ausserrhoden.
Ruprecht überzeugte die SP AR mit seiner Sach- und Finanzkompetenz sowie seinem Bekenntnis zum ökologischen Umbau der Gesellschaft und einer sozial gerechten Familien- und Gesellschaftspolitik. Seine Positionen stünden den Werten der SP Ausserrhoden näher als jene von Karin Jung. Sie steigt für die FDP ins Rennen bei den Wahlen vom 28. Februar 2027.
Der Parteitag empfahl zudem die Wiederwahl der drei bisherigen Regierungsmitglieder Susann Metzger (PU), Katrin Alder (FDP) und Hansueli Reutegger (SVP). Weiter fasste die Partei Parolen für die eidgenössischen Abstimmungen vom 29. November. Sie befürwortete die Feuerwerksinitiative und die Zusatzfinanzierung der AHV. Ein Nein gab es zur Heiratsstrafe-Initiative der Mitte und zum Kriegsmaterialgesetz.
Zur AHV-Zusatzfinanzierung diskutierten Roman Künzler (Zentralsekretär VPOD) und Nationalrat Arbër Bullakaj (SP SG) gegensätzliche Standpunkte. Bullakaj überzeugte schliesslich die Mehrheit der Mitglieder. Die Partei hätte sich zwar eine solidarischere Finanzierung gewünscht, erachtete den Weg über die Mehrwertsteuer aber als gerechtfertigt, da der reduzierte Satz für Güter des täglichen Bedarfs nicht steige.
Mehr Swissinfo-Artikel in Ihren Google-Ergebnissen sehen. Weitere Informationen