Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweiz im Ausland
Waren Sie schon mal auf dem Jungfraujoch? Auf dem beliebten Touristenziel auf 3454 M.ü.M. bliess heute "Lolita". Und zwar so stark, dass niemand hochfahren durfte. Stark ist auch die Leistung der beiden Hauptdarstellerinnen im Schweizer Film "Platzspitzbaby", der gerade die Kino-Charts erobert.
Viel Spass und liebe Grüsse
Der Schweizer Pass ist der Schlüssel zu 184 Ländern, in die man damit visafrei einreisen kann. Nicht nur deshalb ist das rote Büchlein mit dem weissen Kreuz so begehrt. Im Kanton Aargau wird am 9. Februar über Regeln bei der Einbürgerung abgestimmt, die zu den strengsten im Land gehören.
Der Kanton setzt damit das neue Bundesrecht um, das die Mindestvoraussetzungen für die ordentliche Einbürgerung von Ausländerinnen und Ausländern festlegt. Über diese Anforderungen geht der Aargau deutlich hinaus.
Wenn das Aargauer Stimmvolk Ja sagt zum neuen Bürgerrechtsgesetz, kann im Aargau künftig nur Schweizerin oder Schweizer werden, wer zehn Jahre keine Sozialhilfe erhalten hat. Es sei denn, sie oder er hätten alle bezogenen Gelder bereits zurückbezahlt.
Und bevor jemand überhaupt ein Einbürgerungsgesuch stellen kann, muss ein Test bestanden werden. Darin sind Fragen zur Geografie, Geschichte, Politik und Gesellschaft der Schweiz und des Kantons Aargau enthalten.
- Ein Streitgespräch (Dialekt) zum neuen Aargauer Bürgerrechtsgesetz können Sie bei SRFExterner Link nachhören.
- Am Montag gab die verweigerte Einbürgerung eines Italieners zu reden, wir haben darüber berichtet. Die Luzerner ZeitungExterner Link sprach mit dem Präsidenten der kritisierten Gemeinde.
- «Es ist schwieriger, Schweizer zu werden, als den Führerschein zu machen«, sagte uns ein Anwalt 2018 in einem Artikel über die zunehmende Standardisierung der Einbürgerungs-Verfahren.
- Hier erfahren Sie, worüber die Schweizer Stimmbevölkerung am 9. Februar sonst noch abstimmt.
Das in der Schweiz mit Abstand beliebteste Erwerbsmodell von Familien sieht folgendermassen aus: Der Vater arbeitet Vollzeit, die Mutter Teilzeit.
Meine Kollegin Sibilla Bondolfi hat ein Elternpaar getroffen, das dieses Erwerbsmodell lebt. Sie sprach mit Martin und Simone über die Vor- und Nachteile dieser Organisation.
Regelmässig als goldener Weg zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie gepriesen wird hierzulande eigentlich, dass beide Eltern Teilzeit arbeiten. Doch unter den Paaren mit Kindern unter 25 Jahren tun das nur 4,8 bis 7,2%.
Dass beide Elternteile Vollzeit arbeiten, trifft für die Schweiz in 14% der Fälle zu. In anderen Ländern ist dieses Modell verbreiteter, in Deutschland sind es 26% und in den USA, in Grossbritannien und in Frankreich liegt der Anteil noch höher.
- Hier geht es zu den Argumenten von Martin und Simone.
- In unserer Serie «Elternsein in der Schweiz» gingen wir auch der Frage nach, ob man mit einem Lohn überhaupt noch eine Familie ernähren kann.
- Ein Plädoyer für die 50/50-BetreuungExterner Link finden Sie im Mama Blog vom Tages-Anzeiger (Paywall).
Sie erinnern sich vielleicht noch an die offenen Drogenszenen Mitte der 1990er-Jahre in der Schweiz? Nun befasst sich erstmals ein Spielfilm mit dem Thema. Und landet sogleich an der Spitze der Kino-Charts.
«Platzspitzbaby«, von einer wahren Geschichte inspiriert, erzählt von der Liebe eines 11-jährigen Mädchens zu seiner drogensüchtigen Mutter. Und vom täglichen Kampf, bei ihr zu bleiben.
Dabei ging es Regisseur Pierre Monnard nicht in erster Linie darum, die Brutalität der offenen Drogenszene aufzuzeigen. Vielmehr interessiert sich der Film dafür, was nach der Schliessung der Szene geschah.
Die junge Protagonistin Mia versucht unermüdlich, das Beste aus dem zu machen, was ihr passiert. Es sei ihm darum gegangen, Kindern, die in solchen Verhältnissen aufwachsen, eine Stimme zu geben, sagt Monnard.
- Hier geht es zur Filmkritik meiner Kollegin Marie Vuilleumier.
- watson hat mit der Schauspielerin Sarah SpaleExterner Link gesprochen, welche die drogensüchtige Mutter spielt.
- «Platzspitzbaby» zieht viel Publikum in die Kinos, will aber nicht für den Schweizer Filmpreis nominiert werden: «Beim Schweizer Filmpreis ist der Wurm drinExterner Link«, schreibt die NZZ (Paywall).
Wegen starker Sturmböen blieb der höchste Bahnhof in Europa heute geschlossen: Das Jungfraujoch im Berner Oberland, das im vergangenen Jahr erneut über eine Million Gäste aus aller Welt empfing, erhielt nur von «Lolita» Besuch.
«Lolita» ist der Name eines Sturmtiefs, das sich in der Nacht auf Dienstag über der Nordsee gebildet hatte. Es fegte zahlreiche Bäume um, auf der Autobahn nahe Oensingen im Kanton Solothurn gar einen Lastwagen.
In vielen alpinen und voralpinen Regionen stellten Bahnen und Seilbahnen ihren Betrieb vorübergehend ein. So auch der Bahnverkehr zum «Top of Europe», dem Jungfraujoch. Die stärksten Böen mit 157 Stundenkilometer wurden bis jetzt auf dem Chasseral (im Berner Jura) gemessen.
Wenn alles so kommt, wie von den Meteorologen angekündigt, dann bringt «Lolita» der Schweiz auch Schnee. «Endlich!», möchte man da sagen, denn die ersten drei Januarwochen fielen sehr trocken aus.
- Hier geht es zu einer Zwischenbilanz zum SturmExterner Link «Lolita» von SRF.
- In einer Bilderserie hat SRF den Schneemangel dokumentiertExterner Link, resp. aufgezeigt, wie die Landschaften vor einem Jahr zum gleichen Zeitpunkt tief verschneit waren.
- Der fehlende Schnee war auch am diesjährigen Skirennen am LauberhornExterner Link vor anderthalb Wochen ein Thema. Erfahren Sie mehr dazu auf SRF.
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Am letzten Donnerstag hat die Queen das Brexit-Gesetz unterzeichnet, übermorgen soll die EU das Abkommen ratifizieren und am 31. Januar, um 24 Uhr (MEZ) schliesslich, soll Grossbritannien die Europäische Union verlassen.
Nach langem Ringen ist es nun bald soweit: der Brexit wird umgesetzt. Aber was bedeutet das für die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer im Vereinigten Königreich?
Die Schweizer Botschaft in London hat in den vergangenen Jahre eine ListeExterner Link mit den am häufigsten gestellten Fragen zusammengestellt.
Wie erleben Sie, liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, die neusten Entwicklungen? Schreiben Sie uns.
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