Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Im meinem Lieblingsrestaurant in Bern, wo die Gäste meistens Schlange stehen, hat es jetzt freie Plätze. Manche Kunden meiden die chinesische Küche, obwohl das Ansteckungsrisiko praktisch bei null liegt. In Tourismus-Regionen werden Asiaten von gewissen Leuten sogar beleidigt. Erbärmlich, nicht wahr?
Trotzdem herzliche Grüsse aus der Schweiz
Immer mehr Fluggesellschaften, die ihre Flüge von und nach China streichen. Schweizerinnen und Schweizer, welche China wegen der Ansteckungsgefahr am Wochenende verlassen. Einheimische, die Asiaten nicht nur meiden, sondern beleidigen: die Corona-Schlagzeilen in der Schweiz.
Zehn Personen, die sich in der am stärksten betroffenen Provinz Hubei befinden, wollen nun effektiv in die Schweiz zurückkehren. Frankreich sei bereit, die Schweizerinnen und Schweizer in einem zweiten Flug mitzunehmen, gab das Aussendepartement (EDA) bekannt. In Frankreich müssen sie mehrere Tage in Quarantäne bleiben.
Von den zehn Personen befinden sich drei in der Stadt Wuhan und sieben befinden sich bis zu vier Stunden ausserhalb der Stadt. Letztere müssen sich selber an einen Sammelpunkt begeben. Von dort werden sie von einem vom EDA organisierten Bus abgeholt.
Das EDA werde in diesem Bus elf Personen aus anderen Staaten mitnehmen und alle zum französischen Konsulat bringen.
- Allein der Weg zum Flughafen sei für die Schweizer in China mit Hindernissen verbunden, berichtet der Tages-AnzeigerExterner Link.
- Die Bernerin Fabienne Blaser erzählte verschiedenen MedienExterner Link über Skype, was sie in Wuhan in den letzten Tagen erlebte.
- 20 MinutenExterner Link hat eine Umfrage zum Umgang mit Touristen aus Asien gemacht.
- Immer mehr Fluggesellschaften streichen ihre Flüge nach China, berichtet zentralplusExterner Link.
Um Mitternacht verlässt Grossbritannien die EU. Die Schweiz, inmitten Europas, war nie Mitglied. Wird 2020 nun auch für sie zum Schicksalsjahr in den Beziehungen zur EU? Zumindest dürften sich wichtige Fragen klären, sagt eine Europarechts-Expertin.
Trotz der vielen Baustellen gibt sie den Beziehungen mit der EU auf einer Skala von 1 bis 10 – vom totalen Zerwürfnis bis traute Harmonie – die Note 7. Man sollte die teilweise Uneinigkeit betreffend das Institutionelle Abkommen nicht auf das gesamte Verhältnis ausweiten, sagt sie.
Das gute Verhältnis könnte sich rapide verschlechtern, wenn das Stimmvolk im Mai Ja sagt zur sogenannten Begrenzungsinitiative, welche die Personenfreizügigkeit abschaffen will. Dann wären die Bilateralen Abkommen Geschichte.
- Wie es weitergeht, falls das Stimmvolk Nein sagt, erfahren Sie im Interview, das meine Kollegin Sibilla Bondolfi mit Europarechtsexpertin Christa Tobler führte.
- Der Medtech-Handel mit der EU sei gefährdet, berichtet SRFExterner Link.
- Mit dem Rahmenabkommen verliere die Schweiz ihre Souveränität nicht, titelt die NZZExterner Link.
Heute Nacht verlässt Grossbritannien die Europäische Union. Der Brexit wird Tatsache. Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer haben uns ihre Sicht mitgeteilt.
Wer in der Schweiz nicht auf weissen Pisten in grüner Landschaft Skifahren will, muss für ein echtes Wintererlebnis mehr denn je in die teuren Top-Destinationen fahren. Skigebiete in unteren Lagen können dem Klimawandel nur mit genügend Geld ein Schnippchen schlagen. Soll man das tun?
Beat Feuz, der derzeit erfolgreichste Schweizer Wintersportler, hat in einem kleinen Skigebiet Skifahren gelernt, das auf einer Höhe von 920 bis 1365 Metern liegt. Es gehört zu jenen zahlreichen Winter-Sportorten, die künftig wohl meistens ohne natürlichen Schnee auskommen müssen.
Mit kostspieligen Investitionen in Schneekanonen können diese Skigebiete das Ende hinauszögern. Aber schon heute sind viele auf das Geld der öffentlichen Hand angewiesen. Wie viel Wintertourismus sich die Schweiz noch leisten soll, ist zum Politikum geworden.
- Die beiden Positionen in dieser Frage seien fast unvereinbar, sagt ein Experte in der Neuen Zürcher ZeitungExterner Link.
- «Das Tal grünt und grünt und es nimmt kein Ende». Die Kolumne über die Welt des Bündner Landmädchens finden Sie bei reformiert.chExterner Link.
- In der Schweiz werden 50% der Pisten beschneit, in Österreich 70 bis 80%. Einen Bericht zum Wettrüsten bei der Schweizer Ski-Konkurrenz finden Sie bei nau.chExterner Link.
Vor dem Gesetz sind alle gleich, und einige gleicher. Das gilt zuweilen auch in der Schweiz. Hakan Yakin, der ehemalige Schweizer Fussball-Star, gehört zu den «Gleicheren». Anders als andere Leute, die Arbeitslosengeld beziehen, muss er keine Stellenbewerbungen schreiben.
Der heute teilarbeitslose Assistenztrainer des FC Schaffhausen werde auch nicht – wie gewöhnlich Sterbliche – dazu verdonnert, den Beruf zu wechseln, hat der Blick herausgefunden. Yakin profitiere von einer Spezialregelung für Branchen, die Stellen in der Regel nicht ausschreiben würden.
Nutzniesser dieser Sonderwurst ist nicht nur der FC Schaffhausen. Die Masche sei in der Challenge League (zweithöchste Spielklasse in der Schweiz), aber auch in der Bauwirtschaft und im Tourismus verbreitet.
Manche Bauarbeiter überwintern auf Staatskosten. Sie werden von ihren Arbeitgebern im Herbst entlassen, im Frühling wieder angestellt. Im Tourismus, der im Sommer weniger Personal braucht, ist es oft gerade umgekehrt. Entsprechend höher ist die Arbeitslosenquote ausserhalb der Saison.
- Yakin sei als Teilzeitarbeitsloser voll engagiert, schreibt der BlickExterner Link.
- Die Arbeitslosenquote war 2019 so niedrig wie zuletzt vor 20 Jahren. Die wichtigsten Zahlen finden Sie bei nau.chExterner Link.
- «Der Arbeitsmarkt braucht keine Hilfe», titelte die Neue Zürcher ZeitungExterner Link gestützt auf die niedrigen Arbeitslosenquote.
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