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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Die Sonne strahlt über Bern. Ob Tidjane Thiam noch strahlt, wie jüngst auf einem Zeitungsbild? Heute könnte dem Noch-CS-Boss das Lachen vergangen sein.

Herzliche Grüsse aus Bern

sda-ats

Die Frage war nicht, ob Tidjane Thiam als CS-Boss abtritt, sondern wann. Nun, heute war es soweit.

Trotzdem war es ein Knall, als am Morgen bekannt wurde, dass Thiam die Schweizer Grossbank auf den 14. Februar verlässt. Der Nachfolger des Ivorers steht schon in den Startlöchern: Thomas Gottstein, bisher Chef der CS Schweiz.

Damit ist klar: Verwaltungsratspräsident Urs Rohner hat den Hahnenkampf gewonnen. Thiam hat nichts verbrochen. Aber er hing im peinlichen Bespitzelungsskandal um den abtrünnigen CS-Manager Iqbal Khan mit drin.

Doch auch Rohner kann sich seines Sessels nicht sicher sein. Zumindest sieht das die Leserschaft der Boulevardzeitung Blick so. «Es braucht eine epochale Wendung bei der CS!», fordert ein Leser.

ZvG

Zu diesem Kopf  gibt es fast nur Positives zu berichten: Daniel Lutz, seines Zeichens Digitalpionier der Schweiz.

Er ist etwas über Dreissig und hat es geschafft: Der Zürcher ist heute ein Hot Shot im Big Business des Game Designs. Während des Studiums hatte er nebenbei zwei Game-Apps entworfen. Vom Geld kaufte sich Lutz vor zehn Jahren ein Flugticket nach Montreal.

 Die Hauptstadt der Gamer-Szene wurde Lutz‘ neue Heimat. Inzwischen ist er dort Creative Director und führt ein Team von 20 Game-Entwicklern. Die Gaming Szene ist kein Untergrund-Phänomen, sondern ein Millionen-, pardon: Milliarden-Business.

Wer Daniel Lutz ist, was er macht und was ihn auszeichnet, erfahren Sie im Porträt von Sarah Genner. Die Digital-Expertin hat Lutz kürzlich bei einem Besuch in der alten Heimat getroffen.

RDB

Die Stasi: Sie war Synonym für das paranoide, menschenverachtende und tödliche Regime der ehemaligen DDR. Ihre Fänge reichen bis in die Schweiz von heute.

Einst hatten Schweizer Firmen mit Sitz in Zug die allmächtige DDR-Staatssicherheit mit neuester Spionage- und Überwachungstechnologie versorgt. Ein damaliger Scherge war ein gewisser Matthias Warnig.

Nach dem Untergang der DDR wird aus dem Ex-Spion ein Geschäftsmann: 2006 tauchte Warnig in Zug auf – an der Seite des deutschen Ex-Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Das Duo besuchte dort Firmen, die sich im Besitz des russischen Gaskonzerns Gazprom befinden.

Was die Begebenheit von damals zeigt: Es gab enge Verquickungen zwischen dem stramm antikommunistischen Finanzplatz Zug inkl. seiner Hightech-Branche und den Wachhunden des DDR-Kommunismus. 

In Zug arbeitet Gazprom-Mann Warnig bis heute mit einem Schweizer zusammen, der einst Verwaltungsrat einer Tarnfirma war, mit der sich das Honecker-Regime mit westlicher Überwachungstechnik eindeckte. Alte Seilschaften….

Keystone / Alessandro Della Valle

Die Schweiz will das Rahmenabkommen mit der EU weiter hinausschieben. Doch aus Brüssel ertönt bald die Schlusssirene.

Dies geht aus dem Protokoll des Treffens der Schweizer Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen von Ende Januar am WEF in Davos hervor. Gemäss dem Dokument, das dem Schweizer Radio SRF vorliegt, machte von der Leyen klar, dass Nachverhandlungen für Brüssel nicht in Frage kämen.

Umgekehrt hat die Deutsche der Gastgeberin zugesichert, dass sich die EU-Kommission nicht in die Abstimmung zur Kündigung des freien Personenverkehrs einmischen werde. Am 17. Mai stimmt die Schweiz über die Begrenzungsinitiative der SVP ab. Damit wollen die Rechtskonservativen nicht nur die Personenfreizügigkeit kippen, sie nehmen auch die Kündigung aller bilateralen Abkommen mit Brüssel in Kauf.

Nach dem Urnengang aber ist Schluss mit lustig: Brüssel erwartet innert weniger Tage ein klares Zeichen aus Bern zum Rahmenabkommen. Dabei ist die EU bereit, umstrittene Punkte zu präzisieren. Nachverhandlungen aber werde es keine geben.

sda-ats

Bergbahn und Sessellift: Sie sind Schmiermittel, um das Image der schönen und heilen Schweizer Bergwelt in die Welt hinauszutragen. Nun sorgt ein Sessellift für Bad News.

Absturz einer Sessel: Dieses Horrorszenario wurde am Donnerstagabend bei einem Unglück am Stoos, einem Berggebiet im Kanton Schwyz, Realität. Beim Sturz zehn Meter in die Tiefe wurden vier Personen verletzt, zwei von ihnen lebensgefährlich. Die Opfer waren nach einem Firmen-Nachtessen in einem Bergrestaurant auf dem Rückweg ins Tal.

Sechs Personen mussten nach dem Unglück zwei Stunden auf ihren Sesseln ausharren, bis sie unverletzt geborgen werden konnten. Die Ursache ist noch nicht geklärt. Aber gemäss ersten Ermittlungen spielte ein Seil eine Rolle, das von einem Pistenfahrzeug aus gespannt worden war.

Ungemütlich: Bereits im März 2016 war ein Sessel derselben Bahn abgestürzt. Glücklicherweise hatte sich damals niemand darin befunden. Die Betreiber der Anlage dürften nun ziemlich gefordert sein, das Vertrauen in ihre Bahn wiederherzustellen.

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