Swiss-Partner Air Baltic geht in US-Insolvenzverfahren
Die auch für die Swiss fliegende lettische Fluggesellschaft Air Baltic hat in den USA ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 eingeleitet. Damit will die finanziell angeschlagene Airline Schulden und andere Verpflichtungen unter gerichtlicher Aufsicht restrukturieren.
(Keystone-SDA) Der Flugbetrieb soll normal weiterlaufen, wie die Fluggesellschaft am Montag mitteilte. Air Baltic führt im sogenannten Wet-Lease Flüge für die Lufthansa-Tochter Swiss durch. Dabei stellt die lettische Gesellschaft Flugzeuge samt Besatzung zur Verfügung.
Laut Air Baltic werden der laufende Betrieb und die Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern durch das Verfahren nicht beeinträchtigt. Auch für Passagiere ändere sich zunächst nichts. Flüge sollen wie geplant stattfinden, bereits gebuchte Tickets bleiben gültig und neue Buchungen sind weiterhin möglich.
Zur Finanzierung während der Sanierung hat sich Air Baltic Zusagen über 350 Millionen Euro gesichert. Das Geld stammt unter anderem von den Grossbanken Barclays, Morgan Stanley und Oaktree und soll die nötige Liquidität für den laufenden Betrieb sicherstellen.
Chapter 11 ist ein US-Insolvenzverfahren, das Unternehmen eine Sanierung ermöglicht, ohne den Geschäftsbetrieb einstellen zu müssen. Auch Fluggesellschaften wie SAS, United Airlines und Delta haben dieses Instrument bereits genutzt. Air Baltic rechnet mit einem Abschluss des Verfahrens bis etwa Juni 2027.