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Bern (awp/sda) - Mittwoch, 8. Juni 2011
ARBEITSLOSENQUOTE GESUNKEN: Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im Mai im Vergleich zum Vormonat von 3,1 auf 2,9 Prozent gesunken. Insgesamt waren 114'684 Arbeitslose bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) eingeschrieben, 8764 weniger als im April. Neben konjunkturellen und saisonalen Gründen hat auch die Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes zur Senkung beigetragen. Die Gesetzesänderung hat zur Folge, dass die Arbeitslosen ihr Recht auf Taggelder schneller als bisher verlieren. Die Jugendarbeitslosenquote betrug im Mai 2,7 Prozent, nachdem sie im April noch bei 3,0 Prozent lag.
TOP-RATING GEFÄHRDET: Die Ratingagentur Moody's hat Grossbritannien mit einer Aberkennung des Top-Ratings gedroht. Sollte das Wirtschaftswachstum schwach bleiben und die Regierung ihre Konsolidierungsziele verfehlen, könnte die Bestnote von "Aaa" gefährdet sein. Vergangenen Freitag war Moody's bereits Standard & Poor's gefolgt und hatte den USA mit einer Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit gedroht.
UNTERSUCHUNG GEGEN SWATCH: Die Wettbewerbskommission (Weko) hat eine Untersuchung gegen den Uhrenkonzern Swatch eröffnet. Dabei geht es um mechanische Uhrwerke und Einzelteile, welche Swatch an andere Uhrenhersteller liefert. Die Untersuchung wurde von Swatch selber initiiert, da der Konzern nur noch für sich selbst produzieren, sich aber nicht dem Vorwurf des Missbrauchs seiner Marktposition aussetzen will. Die Weko soll aufzeigen, welche Lösung gefunden werden kann, damit Swatch ihre Lieferungen stufenweise reduzieren kann. Vorerst hat die Weko Swatch jedoch dazu verpflichtet, die anderen Hersteller in vollem Umfang weiterzubeliefern.
ÜBERNAHME GESCHEITERT: Der Solarindustriezulieferer Meyer Burger ist mit seinem Versuch, die deutsche Roth & Rau zu übernehmen, vorerst gescheitert. Im Rahmen des Kaufangebots hat das Unternehmen lediglich 14,59 Prozent der Aktien erwerben können und hält nun insgesamt 32,38 Prozent. Meyer Burger strebt weiterhin nach der Mehrheit an Roth & Rau, will den Angebotspreis von 22 Euro je Aktie aber nicht erhöhen. Die Übernahmepläne von Meyer Burger wurden unter anderem durch zwei andere Grossaktionäre gestört, die ihre Anteile nach Ankündigung des Angebots ebenfalls erhöhten.
EU-WIRTSCHAFT WÄCHST: Das Wirtschaftswachstum in Europa hat sich zu Beginn des Jahres beschleunigt. Gemäss einer zweiten Schätzung der europäischen Statistikbehörde Eurostat ist das Bruttoinlandprodukt (BIP) sowohl in der Eurozone als auch in der EU insgesamt im Vergleich zum Vormonat um 0,8 Prozent gestiegen. Im vierten Quartal 2010 hatte sich die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent erhöht. Im Jahresvergleich ist die europäische Wirtschaft im ersten Quartal um 2,5 Prozent gewachsen. Die neusten Angaben bestätigen sowohl die ersten Schätzungen als auch die Erwartungen von Ökonomen.
PROGNOSEN VERSCHLECHTERT: Das Wirtschaftsforschungsinstitut Bakbasel hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr von 2,4 auf 2,2 Prozent nach unten korrigiert. Bakbasel begründet die Korrektur mit dem starken Franken. Der Aufwertungsdruck auf den Franken habe in den letzten Monaten weiter zugenommen und dürfte anhalten, solange bei den Bestrebungen zur Eindämmung der Schuldenkrise im Euro-Raum keine Lösung erkennbar sei. Andererseits verhindere die Stärke des Frankens auch eine Überhitzung der Volkswirtschaft und dämpfe die Inflationsgefahr.
FÖRDERQUOTE UNVERÄNDERT: Die Opec hat eine Entscheidung über eine Ausweitung der Öl-Fördermengen vertagt. An einem Treffen ihrer Mitglieder haben es Iran, Venezuela sowie Algerien abgelehnt, den Ölhahn weiter aufzudrehen. Saudi-Arabien und weitere einflussreiche Golfstaaten hatten sich für eine Anhebung eingesetzt, um die Märkte zu beruhigen. Damit bleibt es bei der seit Januar 2009 geltenden Menge von 24,8 Millionen Barrel pro Tag. Der Ölpreis zog nach dem Treffen an.
AUSLANDBANKEN BLEIBEN SCHWEIZ TREU: Bei den ausländischen Banken in der Schweiz ist es Trotz Aufweichung des Bankgeheimnisses ist die Zahl der ausländischen Banken in der Schweiz kaum gesunken. 2010 nahm sie nur um drei ab. Die verbliebenen 153 Institute steigerten ihren Jahresgewinn im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent auf 1,965 Mrd. Franken. 2009 waren die Gewinne noch um 38 Prozent eingebrochen. Die verwalteten Vermögen schrumpften gemäss des Verbands der Auslandbanken um 6 Prozent auf 910 Mrd. Franken. Der Rückgang entspricht aber ungefähr dem Wertverlust von Fremdwährungsanlagen gegenüber dem starken Franken.
PRODUKTION ERNEUT EINGESTELLT: Der angeschlagene Autobauer Saab hat am Mittwoch bereits den zweiten Tag in Folge seine Produktion gestoppt. Grund dafür waren Engpässe bei der Belieferung mit Bauteilen. Bereits im April und im Mai standen bei Saab die Förderbänder wegen Liquiditätsengpässen für sechs Wochen still. Saab, das zum niederländische Spyker-Konzern gehört, konnte die Produktion erst wieder hochfahren, als Ende Mai der chinesische Autohändler Pangda dem Unternehmen zur Seite gesprungen war.

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