Thuner und Langenthaler wählen neue Stadtpräsidien
Mit der Wahl von Raphael Lanz und Reto Müller in die Berner Kantonsregierung müssen die Städte Thun und Langenthal ihre Stadtpräsidien neu besetzen. In Thun findet die Ersatzwahl am 14. Juni statt.
(Keystone-SDA) Gewählt wird ein Mitglied für den Gemeinderat und das Stadtpräsidium neu besetzt. Es ist wahrscheinlich, dass Thun im Juni erstmals eine Stadtpräsidentin bekommt. Ambitionen aufs Amt haben die drei amtierenden Gemeinderätinnen Katharina Ali-Oesch (SP), Andrea de Meuron (Grüne) und Eveline Salzmann (SVP).
Wer im Juni gewählt wird, hat nur eine kurze Verschnaufpause im Wahlkampf, denn Ende November stehen bereits Gesamterneuerungswahlen an.
Sitz vorerst vakant
Anders als in Thun ist das Datum der Ersatzwahl in Langenthal noch nicht bekannt, wie die Stadt am Montag mitteilte. Der Sitz von Reto Müller bleibt bis zu den Ersatzwahlen vorübergehend vakant.
Der Gemeinderat wird über die Modalitäten der Ersatzwahl und die Übergangszeit «zeitnah informieren», wie es in der Mitteilung weiter heisst.
Nachrücken allenthalben
Auch im bernischen Grossen Rat hinterlassen Lanz und Müller eine Lücke. Ihre Sitze gehen an die ersten Ersatzkandidierenden auf den jeweiligen Listen. Bei der SVP ist der Thuner Gemeinderat Reto Schertenleib auf dem ersten Ersatzplatz, bei der SP ist es der Langenthaler Gerhard Käser (SP).
Mit der Wahl der Grünen Nationalrätin Aline Trede in den Regierungsrat entsteht auch auf nationaler Ebene eine Lücke. Am Montag war zunächst noch offen, wer sie füllen wird.
Den ersten Ersatzplatz auf der Liste der Grünen bekleidete alt Nationalrätin und alt Grossrätin Nathalie Imboden. Sie winkte jedoch am Montag ab. Sie wolle sich weiterhin auf ihre Arbeit als Kampagnenleiterin bei der Gewerkschaft Unia konzentrieren, teilte sie der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage mit.
Auf dem zweiten Ersatzplatz befindet sich die Thuner Gemeinderätin Andrea de Meuron. Ihr Entscheid stand am Montagvormittag noch aus.