US-Botschaft in Venezuela nimmt Arbeit wieder auf
Die US-Botschaft in Venezuela nimmt ihre Arbeit wieder auf. Sieben Jahre lang waren die diplomatischen Beziehungen aus der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá geführt worden, wie das US-Aussenministerium mitteilte. Die Rückkehr in die venezolanische Hauptstadt Caracas läute ein neues Kapitel der Beziehungen beider Länder ein.
(Keystone-SDA) Die geschäftsführende Leiterin der Botschaft sei mit einem Team vor Ort. Derzeit liefen Vorbereitungen, damit das gesamte Personal so schnell wie möglich in das Gebäude zurückkehren könne.
Die USA hatten ihre Botschaft in Venezuela 2019 geschlossen und ihr Personal abgezogen, nachdem der damalige autoritäre Staatschef Nicolás Maduro die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten abgebrochen hatte.
Das südamerikanische Land befindet sich seit Maduros Sturz in einer Phase des Umbruchs. Delcy Rodríguez, die zuvor Maduros Vize war, übernahm als geschäftsführende Präsidentin die Führung. Ihre Regierung hatte sich Anfang März mit den USA darauf verständigt, die diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen.
Rodríguez gilt als zentrale Ansprechpartnerin der US-Regierung, vor allem bei Verhandlungen über die Verwaltung der riesigen Ölvorkommen des Landes, die Trump zugunsten der USA nutzen möchte. Mehrere US-Minister haben sich bereits mit ihr in Venezuela getroffen – jüngst etwa Innenminister Doug Burgum.