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Arbeitlosigkeit wieder auf dem Tiefststand vom letzten Herbst

Die Arbeitslosigkeit ist in der Schweiz im März weiter zurückgegangen und hat wieder den Tiefststand vom vergangenen Herbst erreicht. Dies entsprach einer Arbeitslosenquote von 2,3 Prozent gegenüber 2,4 Prozent im Februar.

Die Arbeitslosigkeit ist in der Schweiz im März weiter zurückgegangen und hat wieder den Tiefststand vom vergangenen Herbst erreicht. Nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft vom Freitag (07.04.) ging die Zahl der registrierten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 7’154 auf 81’548 Menschen zurück.

Dies entsprach einer Arbeitslosenquote von 2,3 Prozent gegenüber 2,4 Prozent im Februar. Letztmals war die Arbeitslosigkeit im vergangenen Oktober derart tief gewesen. Die Zahl der Stellensuchenden bildete sich ebenfalls weiter zurück, und zwar um 7’902 auf 140’225. Die Zahl der offenen Stellen nahm leicht zu, nämlich um 614 auf 15’008.

Die Zahl der Stellenlosen liegt damit noch unter dem Wert, den Bundesrat Pascal Couchepin vor zwei Wochen für den Monat März vorausgesagt hatte. Couchepin war von rund 82’000 Arbeislosen ausgegangen.

Prognose nach unten korrigiert

Aufgrund der Entwicklung im ersten Quartal rechnet das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) mit einer weiteren deutlichen Entspannung der Arbeitslosigkeit. Laut seco-Direktor Jean-Luc Nordmann lautet die korrigierte Prognose auf eine durchschnittliche Arbeitslosigkeit von 2,0 Prozent oder 72’000 Arbeitslose; im vergangenen November wurde noch mit einem Jahresdurchschnitt von 2,3 Prozent oder 83’000 Arbeitslosen gerechnet.

Dass dies möglich werden könnte, zeigen die neusten Zahlen der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich, die am Freitag veröffentlich wurden. Die Prognostiker sprechen von einem «anhaltenden Steigflug» des Konjunkturbarometers. Dieser vorlaufende Sammelindikator hat Werte erreicht, wie sie zum letzten Mal während der Jahreswende 1988/89 ermittelt wurden.

Grosse Unterschiede zwischen Romandie und Deutschschweiz

Ein Blick auf die Arbeitslosigkeit in den verschiedenen Kantonen zeigt allerdings grosse Unterschiede: Während Obwalden, Appenzell IR, Nidwalden und Uri tiefe Quoten von 0,4 bis 0,6 Prozent aufweisen, kämpft der Kanton Genf mit einer Quote von 4,6 Prozent. Die Waadt und das Tessin haben 3,5, bzw. 3,7 Prozent Arbeitslose. Unterdurchschnittlich hohe Arbeitslosenquoten weisen dafür die für die Schweiz wichtigen Wirtschaftszentren auf: In Zürich liegt sie bei 2,2 Prozent, in Basel-Stadt ebenfalls bei 2,2 Prozent, im Aargau bei 1,7 Prozent und in St.Gallen bei 1,8 Prozent.

Entlastung der Arbeitlosenversicherung

Gehen die Erwartungen in Erfüllungen, wird vor allem auch die Arbeitslosenversicherung entlastet. Gemäss neuer Prognose belaufen sich die Ausgaben in diesem Jahr auf 4,3 Mrd. Franken statt der budgetierten 4,7 Mrd. Franken. Der Überschuss beträgt dann 2,1 Mrd. Franken. Die Schulden könnten von 7,8 Mrd. Franken anfang dieses Jahres auf 5,8 Mrd. Franken abgebaut werden.

swissinfo und Agenturen

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