Krankenkassenprämien drohen im kommenden Jahr leicht stärker zu steigen
Die Krankenkassenprämien dürften im kommenden Jahr etwas stärker steigen als 1999. Die Grundversicherung wird voraussichtlich im Durchschnitt um 3 bis 4 Prozent teurer.
Die Krankenkassenprämien dürften im kommenden Jahr etwas stärker steigen als 1999. Die Grundversicherung wird voraussichtlich im Durchschnitt um 3 bis 4 Prozent teurer.
Wie der Sprecher des Konkordats Schweizerischer Krankenkassen (KSK), Walter Frei mitteilte, rechnet das KSK für das Jahr 2000 mit einer Verteuerung der Prämien um 4 Prozent.
Als Hauptgründe für die weitere Prämienerhöhung nennt Frei die weiterhin stark steigenden ambulanten Spital- und Pflegeheimkosten. Die Ausgaben für Medikamente hätten im ersten Halbjahr 1999 gar um 9 Prozent zugenommen, sagte Frei.
Noch kaum ins Gewicht fallen die Kosten für alternative Heilmethoden wie Homöopathie und chinesische Medizin, die seit Mitte Jahr neu leistungspflichtig sind.
Das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV), welches am 8. Oktober bekanntgibt, ob es die neuen Prämien gutheisst, äussert sich noch nicht konkret zur Prämienentwicklung. BSV-Informationschef Hardi Gysin erklärte auf Anfrage, das BSV habe Ende Juni darauf hingewiesen, dass die Prämienerhöhnung in der Grössenordnung des laufenden Jahres liegen sollte.
1999 war die Erhöhung der Prämien im Vergleich zu den Vorjahren mit durchschnittlich 2,8 Prozent moderat: 1998 hatte die Erhöhung 4,7 Prozent und 1997 gar deren 11,7 betragen.
SRI und Agenturen
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