Zug hat auch 2027 die tiefste Prämie der Schweiz
Die Zugerinnen und Zuger zahlen auch 2027 die landesweit tiefsten Krankenkassenprämien. Grund dafür ist, dass der Kanton die Kosten für die stationäre Spitalbehandlung auch nächstes Jahr fast vollständig übernimmt.
(Keystone-SDA) Diese Entlastung der Prämienzahlerinnen und -zahler hatte der Zuger Regierungsrat per 2026 für zwei Jahre eingeführt. In der Folge sank auf dieses Jahr die Prämie um 14,7 Prozent auf 264.60 Franken. Es handelt sich dabei um die durchschnittliche Monatsprämie über alle Altersklassen für die obligatorische Grundversicherung.
2027 liegt diese Prämie im Kanton Zug nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit (BAG) bei 276.20 Franken. Dies bedeutet eine Zunahme um 4,4 Prozent.
Der Kanton Zug zahlt im laufenden und im nächsten Jahr 99 Prozent der stationären Spitalkosten. Normalerweise sind es 55 Prozent. Dies bedeutet, dass die Krankenkassen in Zug weniger an die Spitalaufenthalte zahlen müssen als in anderen Kantonen.
Unterdurchschnittliche Prämienbelastung
In den anderen Zentralschweizer Kantonen sind die Prämien zwar höher als in Zug, sie liegen aber alle unter dem Schweizer Schnitt von 412 Franken.
Die höchste Durchschnittsprämie der Zentralschweiz hat nach Angaben des BAG der Kanton Schwyz mit 355 Franken (+4,8 Prozent). In Luzern liegt sie knapp darunter bei 354.30 Franken (+4,4 Prozent).
Den stärksten prozentualen Anstieg müssen die Prämienzahlerinnen und -zahler im Kanton Nidwalden verkraften. Dort steigt die Durchschnittsprämie um 5,3 Prozent und damit stärker als im Schweizer Durchschnitt, der bei 5,0 Prozent liegt. Neu kostet die Prämie in Nidwalden 339.90 Franken, in Obwalden 327.40 Franken, was einem Plus von 4,2 Prozent entspricht.
Die drittgünstigste Prämie der Schweiz hat 2027 der Kanton Uri. Sie beträgt dort 317.40 Franken und liegt damit 4,5 Prozent über dem Vorjahreswert.