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AKTIENFOKUS/Julius Bär mit Abschlägen nach Interim Management Statement

Zürich (awp) – Julius Bär notieren am Freitag im frühen Handel nach der Publikation des Zwischenberichtes über den Geschäftsverlauf in den ersten zehn Monaten mit Abschlägen. Dies obwohl das so genannte Interim Management Statement in etwa im Rahmen der Markterwartungen ausgefallen ist. Etwas besser als erwartet präsentierten sich die verwalteten Vermögen. Als Wermutstropfen dürften die Investoren hingegen die unter Druck stehende Profitabilität empfinden.
Bis gegen 9.40 Uhr geben Julius Bär auf 38,31 CHF nach, was einem Minus von rund 2,4% entspricht. Das bisherige Tagestiefst wurde bei 38,12 CHF markiert. Damit setzen die Bären den seit Ende letzter Woche begonnenen Abwärtstrend fort. Ebenfalls in der Verlustzone notiert der SMI der 0,93% tiefer steht.
Im Urteil der meisten Analysten hat heute Bär einen soliden Zwischenbericht vorgelegt, der im Rahmen der Erwartungen gelegen ist. So schreibt Andreas Venditti von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) davon, dass die im Interim Management Statement beschriebenen Trends insgesamt seinen Annahmen entsprochen hätten. Er sieht vor diesem Hintergrund «keinen grossen Revisionsbedarf» seiner Schätzungen.
Ähnlich tönt es bei Nomura. Das japanische Institut spricht in einem ersten Kommentar von einem positiven Zwischenbericht. Zudem geht der verantwortliche Analyst, Jon Peace, davon aus, dass die solide Bilanz und das geringe Exposure zu den europäischen Schuldenländern sich kurzfristig als attraktiv für Investoren erweisen könnte.
Für den Vontobel-Experten Tobias Brütsch ist Bär auf Kurs, die angepeilten Wachstumsziele zu erreichen. Allerdings drückten die geringe Kundenaktivität sowie die Investitionen auf die Profitabilität, so Brütsch. Er werde seine Prognosen jedoch nur geringfügig überarbeiten und bleibe bei seiner Einstufung Hold.
Etwas weniger rosig sieht die UBS die Lage von Bär. Zwar ist der Zwischenbericht in etwa im Rahmen der Erwartungen der Grossbank ausgefallen, aber das Institut rechnet dennoch mit einer Reduktion der Konsensschätzungen. Risiken sieht die UBS zudem in der weiterhin eingeschränkten Visibilität bezüglich der Auswirkungen des sich ändernden regulatorischen Umfeldes.
pf/cf

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