Als Waschmaschinen in Zürich noch als Publikumsmagnet taugten
Ein Blick ins Archiv bringt die glänzenden Zeiten der Zürcher Herbstmesse Züspa zurück. Das Bild zeigt eine Zeit, als Haushaltsgeräte noch echte Attraktionen waren und dementsprechend Massen anlockten.
(Keystone-SDA) Die Aufnahme aus dem Archiv von Keystone-SDA entstand im Herbst 1963 und zeigt den Messestand der Firma Bauknecht. Der Name Züspa stand ursprünglich für «Zürcher Spezialitätenausstellung». In den 1960er-Jahren erlebte die Publikumsmesse, die sich zur grossen Herbstmesse entwickelte, ihre Blütezeit. Zehntausende strömten jeweils in die Hallen nach Zürich-Oerlikon, um dort die neuesten Trends für Haushalt, Wohnen und Sport zu entdecken.
Besuch der Messe wurde überflüssig
Für viele Familien war der Messebesuch ein fester Termin im Jahreskalender. Doch mit dem Aufkommen des Internets und neuen, flexibleren Einkaufsmöglichkeiten veränderte sich das Verhalten der Konsumenten drastisch. Informationen zu neuen Produkten waren plötzlich jederzeit und überall online verfügbar, womit der Gang an eine klassische Messe überflüssig wurde.
Die Züspa versuchte zwar, sich mit neuen Konzepten und interaktiven Erlebniswelten an den Wandel der Zeit anzupassen. Dennoch blieben über die Jahre sowohl das jüngere Publikum als auch wichtige Aussteller zunehmend fern. Die einst so bedeutende Messe verlor an Glanz und wirtschaftlicher Bedeutung.
Nach mehreren schwierigen Jahren mit sinkenden Besucherzahlen zog die Messebetreiberin schliesslich die Reissleine. Im Jahr 2018 fand die Zürcher Traditionsmesse zum allerletzten Mal statt.