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Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Die Schweiz ist das Königreich der Schokolade. Das sagt ein Klischee. Eine Forschergruppe macht sich jetzt hier auf, die Schokolade der Zukunft herzustellen – im Bio-Reaktor. Schmeckt diese auch gut?

Herzliche Grüsse aus Bern

swissinfo.ch / Christian Raaflaub

Die Schweiz ist das Königreich der Schokolade. Forschende tüfteln jetzt an der Schoggi-Herstellung der Zukunft.

Schoggi aus dem Bio-Reaktor: Dies die Vision eines Teams von Wissenschaftler:innen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).

Doch Achtung, die Vision ist bereits Realität. Zumindest im Labor. Meine Kollegen Christian Raaflaub – den ich zu den kritischeren Gaumen zählen würde – und Videojournalist Michele Andina haben das Kunst-Produkt von Regine Eibl & Team getestet – und geschmacklich für sehr gut befunden!

Ist dies der Anfang vom Ende für die Kakaobauern und -bäuerinnen in Afrika und Lateinamerika? Nein, machen die Wissenschaftler:innen klar, es gehe ihnen bloss um die Erprobung der Möglichkeiten der Food-Herstellung im Bio-Reaktor, mit natürlichen Rohstoffen.

Max Huber

Eine Ode an die Wildbiene, die unbekannte und gefährdete Schwester der Honigbiene.Das war mir bisher gar nicht so bewusst: Kollege Marc-André Miserez hat ein Herz für Tiere. Das wird mir klar, wenn ich seinen Beitrag zu Stadtbienen und ihren «wilden» Artgenossinnen lese.

Dabei sind diese alles andere als wild und gefährlich, sondern lieb und harmlos, weil sie nicht stechen.

Beide Arten aber sind absolut zentral für die Erhaltung der Artenvielfalt. Dieser Satz ist nur bedingt richtig, denn von den weltweit 16’000 Arten von Wildbienen fliegen in der Schweiz deren 615.

Wird die Landwirtschaft immer intensiver zulasten der reichen Blumenwiesen genutzt, ist dies für die emsigen Kleinflieger schnell das Todesurteil, weil sie im Gegensatz zu den Honigbienen viel weniger mobil sind.

Keystone / Alessandro Della Valle

Als wäre die Pandemie glücklich überstanden: Die Berner Sektion der Schweizerischen Volkspartei (SVP) wird nach einer Versammlung ohne Schutzmassnahmen Zielscheibe der Kritik.

Weit über 400 Personen in einem Saal eines Landgasthofs, keine Masken, kein Abstand: Dies war die Versammlung der Berner Sektion der Schweizerischen Volkspartei am Dienstagabend.

Dabei sind die Regeln klar: Saal nur maximal zu zwei Dritteln gefüllt, Maskenpflicht, Abstand einhalten.

Der Bernische Gesundheitsdirektor und SVP-Mitglied war auch vor Ort und trug als einer der ganz wenigen eine Maske. Umstimmen mochte er seine Parteigenossen nicht.

Zum Schluss sangen die Delegierten auch noch ein Lied – aus vollen Kehlen. Das erhöht die Ansteckungsgefahr.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Renat Kuenzi

Ist Ihre Meinungsfreiheit in Gefahr?

Meinungsfreiheit ist ein universales Menschenrecht. Aber dieses gerät mehr und mehr unter Druck. Auch in gestandenen Demokratien. Einige Gründe: Die Macht der Social Media, mehr autoritäre Führer und die Corona-Pandemie. In der Schweiz zeigt etwa ein neues Gesetz, mit dem Richter Medienberichte leichter verhindern können, dass Meinungsfreiheit auch hier keineswegs selbstverständlich ist. Nicht zu reden von…

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Renat Kuenzi

Gestern ist Carlos Reutemann im Alter von 79 Jahren gestorben. Aber was macht der Argentinier, der in den 1970- und 1980er-Jahren einer der schnellsten Formel-1-Piloten war, hier im Briefing?

«Lole», wie ihn die Fans nannten, war immerhin zwölffacher Grand-Prix-Sieger. Als Jugendlicher war ich in Bern in die Bijouterie gepilgert, wo Reutemann Autogramme gab – als Repräsentant einer Schweizer Uhrenmarke, die sein damaliges Team Lotus sponserte.

Ich erinnere mich noch gut an den gutaussehenden Mann: Er war die Freundlichkeit in Person – und dabei sonderbar ruhig und still, als er meinem Bruder und mir mit seinem weltbekannten Lächeln die zwei Karten überreichte.

Mein Vater und ich sympathisierten immer auch für Reutemann, hatte er doch Schweizer Wurzeln: Sein Grossvater Jakob Reutemann (1822-1909) hatte 1858 seiner Heimat Guntalingen im Kanton Zürich den Rücken gekehrt und sein Glück in Argentinien gesucht.

Reutemann und Rüttimann sowie die zahlreichen Variationen sind Familiennamen, die darauf hindeuten, dass die Träger in einer Rodung gelebt hatten. Also in einem Gebiet, wo Wald gefällt worden war, um mehr Lebensraum zu schaffen. «Reuten», «rütten» oder «rüthen» waren Dialektausdrücke für roden.

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