Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Kürzlich stapfte ich mit meinem Kollegen Thomas Kern durch das Trümmerdorf Epeisses, wo eine internationale Rettungsübung stattfand. Warum wir keine frische Milch zum Kaffee bekamen, erfahren Sie unten.
Herzliche Grüsse
Die Schweiz verfügt über ein einzigartiges Trümmerdorf. Hier üben Rettungskräfte aus aller Welt Einsätze in Erdbeben- oder Kriegsgebieten.
Im November übten Rettungsteams aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz in Epeisses bei Genf einen Einsatz nach einem Erdbeben. Sie wurden dabei von der UNO bewertet.
Bis ins letzte Detail wurde alles realistisch gehandhabt: So gab es keine frische Milch zum Kaffee, sondern Milchpulver oder Kondensmilch – ein Kühlschrank kann schliesslich nicht in den Einsatz mitgeschleppt werden.
Was nicht simuliert werden kann, sind Staub, Leichengeruch und schreiende Angehörige, die einen auf einer Fremdsprache anflehen, nach ihren verschütteten Familienmitgliedern zu graben.
- Die ganze Reportage finden Sie auf swissinfo.ch.
- Auch SRF berichtete über die ÜbungExterner Link sowie über die Rettungskette SchweizExterner Link.
- Aus unserem Archiv: Schweizer Rettungshund kommt im Ausland immer weniger zum Einsatz.
Heute ist der letzte Tag der Wintersession. «Lobbyerfolg von Wirtschaft und Bauern, lange Gesichter bei Linken» resümiert SRF.
Das grosse Thema der Wintersession war die Altersvorsorge. Für die Sicherung der AHV wird die Mehrwertsteuer erhöht und das Frauenrentenalter auf 65 Jahre angehoben. Auch über die zweite Säule hat das Parlament beraten. Die Linken drohen mit Referenden.
Ebenfalls um viel Geld ging es beim Covid-19-Gesetz. Das Parlament hat die Beratungen dazu abgeschlossen. Antigen-Tests sollen wieder gratis werden – auch für Personen ohne Symptome. Zudem wurden zahlreiche Wirtschaftshilfen bis Ende 2022 verlängert.
Der Bundesrat lehnt die Initiative gegen Massentierhaltung ab, hat dem Parlament aber einen Gegenvorschlag zur allgemeinen Verbesserung des Tierschutzes präsentiert. Im Nationalrat setzten sich jedoch die Bauern durch – der Rat lehnte Initiative wie auch Gegenvorschlag ab.
- Der Rückblick über die Wintersession bei SRFExterner Link.
- Die Übersicht der Entscheide, ebenfalls bei SRFExterner Link.
- Der Sessions-Ticker der Aargauer ZeitungExterner Link (Paywall).
- Der Rückblick von FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt auf YoutubeExterner Link.
Warenkorb Vergleich Schweiz – EU 2020: Das Preisniveau in der Schweiz liegt fast 60 Prozent über demjenigen der EU.
Schweizer:innen bezahlen im Vergleich zu EU-Ländern 60 Prozent mehr, wie eine Aufstellung des Bundesamts für Statistik zeigt.
Gesundheitsdienstleistungen kosten in der Schweiz dreimal so viel wie in der EU. Und der Preis für Fleisch liegt in der Schweiz mehr als doppelt so hoch.
Der Franken gehört zusammen mit der norwegischen und schwedischen Krone zu den teuersten Währungen überhaupt.
- Der Beitrag von SRFExterner Link, auch auf swissinfo.ch.
- Aus unserem Archiv: Warum ist die Schweiz so teuer?
Mehr
Das Aussendepartement hat einen Bericht über die Schweiz aus Sicht des Auslandes 2021 publiziert.
Politische Themen dominierten 2021 die Berichterstattung ausländischer Medien über die Schweiz. Höhepunkt des Jahres war das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Joe Biden und dem russischen Präsidenten Vladimir Putin in Genf, wo sich die Schweiz als Brückenbauerin positionieren konnte.
Für kritische Aufmerksamkeit sorgten hingegen die Entwicklungen in der Beziehung zwischen der Schweiz und der EU. Insbesondere Medien der Nachbarländer zeigten sich skeptisch über den Abbruch der Verhandlungen um ein institutionelles Rahmenabkommen.
Bei der breiten Bevölkerung im Ausland verfügt die Schweiz gemäss dem Nation Brand Index (NBI) weiterhin über eine sehr gute Reputation. Bei diesem Index, der mittels Befragung jährlich das Image von 60 Ländern vergleicht, konnte die Schweiz den guten 7. Rang halten.
- Den Bericht finden Sie beim Schweizer AussendepartementExterner Link.
- Die Meldung bei Wil24.chExterner Link.
- Aus unserem Archiv: Diese acht Schweizer Themen bewegten anfangs Dezember die Welt.
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