Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
António Horta-Osório, Präsident der Credit Suisse, kam, um aufzuräumen. Nach rund neun Monaten muss er schon wieder abtreten – eine Peinlichkeit für das Traditionsunternehmen.
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Beste Grüsse aus dem Homeoffice
Die Skandale bei der Credit Suisse nehmen kein Ende: Verwaltungsratspräsident António Horta-Osório tritt nach Quarantäne-Verstössen zurück.
Nicht einmal ein Jahr ist es her, da trat Horta-Osório als Saubermann an, um das Risikomanagement der Credit Suisse nach milliardenschweren Skandalen bei Archegos und Greensill ins Lot zu bringen. Nun stolpert er über sein persönliches Risikomanagement.
Wie der Blick aufdeckte, hatte der Portugiese Anfang Dezember gegen die Schweizer Quarantäne-Regeln verstossen. Zudem wurde bekannt, dass er bereits im Sommer die britischen Corona-Vorschriften missachtet, als er das Wimbledon-Final besuchte.
Nach internen Untersuchungen zieht Horta-Osório die Konsequenzen und tritt zurück. Peinlich für die Grossbank, die stark auf das Vertrauen ihrer Kund:innen setzt.
Zum Verhängnis dürfte beigetragen haben, dass er sich mit der für die CS geplanten Strategie weg vom risikoträchtigen Investment-Banking innerhalb der Bank nicht nur Freunde geschaffen hat, wie die Neue Zürcher Zeitung analysiert.
- CS-Präsident Horta-Osório muss gehenExterner Link – Blick
- Die CS-Aktien fallenExterner Link, stellt der Tagesanzeiger fest.
- CS-Präsident Horta-Osório ist nicht nur an sich selbst gescheitertExterner Link, kommentiert die NZZ (Paywall).
- Die Credit Suisse lässt kaum einen Skandal ausExterner Link – Die NZZ bietet eine Übersicht zu den Turbulenzen der letzten Jahre (Paywall).
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Ebenfalls nicht arm an Skandalen ist die Fifa: Präsident Gianni Infantino wohnt seit kurzem in Katar, dem umstrittenen Gastgeberland der Fussball-WM 2022.
Die WM 2022 in Katar sorgt schon lange vor ihrer Austragung für Schlagzeilen: Die Wahl des Austragungsortes war begleitet von Korruptions- und Bestechungsvorwürfen. Prekäre Arbeitsverhältnisse beim Bau der neuen Stadien forderten bis zu 6500 Menschenleben und geheime Treffen Infantinos mit dem Schweizer Bundesanwalt in einem Hotel im Besitz des Emirats Katar sind immer noch Gegenstand aktueller Ermittlungen.
Wie der SonntagsBlick herausgefunden hat, ist Infantino nur noch selten am Fifa-Hauptsitz in Zürich anzutreffen. Das hat einen einfachen Grund: Er wohnt mit seiner Familie seit wenigen Monaten hauptsächlich in Katar.
Laut Fifa sie das nötig, um das Turnier mitzuorganisieren. Wie diese Arbeit aussieht? Bilder zeigen Infantino lachend mit dem Emir von Katar, dem äusserst feudalen Herrscher, der sich nicht viel aus Demokratie und Menschenrechten macht.
- HierExterner Link geht es zur Recherche des SonntagsBlick.
- «Er will auch den Hauptsitz verlegen»Externer Link, vermutet Infantinos Vorgänger Sepp Blatter im Interview mit CH-Media.
- Über die Kritik an den Arbeitsbedingungen in Katar schrieb kürzlich die Aargauer ZeitungExterner Link.
Wie lange sind Sie schon im Ausland? Die meisten Auswanderer:innen aus der Schweiz kehren nach wenigen Jahren wieder zurück.
Statistisch gesehen wird Infantino in sieben Jahren wieder in der Schweiz wohnen.
Denn neue Daten des Bundesamts für Statistik zeigen: Mehr als die Hälfte aller Schweizer:innen, die das Land verlassen haben, waren nach sieben Jahren wieder in die Schweiz zurückgehkehrt.
Was aus den neuen Zahlen ebenfalls ersichtlich wird: Die Pandemie – oder die durch die Covid-Krise verhängten Einreisesperren – führt dazu, dass weniger Menschen aus der Schweiz auswandern.
Was das Ausreisen dagegen erleichtert, ist das Internet. Wer für die Arbeit nur einen Computer und Wi-Fi benötigt, kann von überall auf der Welt aus arbeiten. Das macht sich zum Beispiel der Schweizer Maik Disch zunutze. Als digitaler Nomade lebt er, nur mit seinem Handgepäck ausgerüstet, aktuell in Thailand.
- «Nach wie vielen Jahren der Traum vom Auswandern platzt»Externer Link – Watson hat sich die Zahlen des Bundesamtes für Statistik genauer angeschaut.
- Wie Maik Disch als digitaler Nomade lebt, lesen und sehen Sie hier bei uns.
- Im Sommer habe ich darüber geschrieben, wohin Schweizer:innen auswandern.
- Nicht nur Auswanderer:innen gehen schnell wieder in die Heimat, so SRF News: «Mehr als die Hälfte der Einwanderer:innen ist bald wieder weg.»Externer Link
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Die Bohrungen auf der Suche nach Atomendlagern erlauben eine geologische Reise durch Raum und Zeit.
Wie entsorgt man radioaktiven Atommüll möglichst sicher? Indem man ihn tief verbuddelt. Dafür muss man den geeigneten, stabilen Untergrund finden (und die Menschen in der Nachbarschaft des potentiellen Endlagers davon überzeugen können, dass das eine gute Idee ist).
Um den geeigneten Ort zu finden, fanden in den vergangenen Jahren zahlreiche Bohrungen im Schweizer Mittelland statt: Insgesamt mehr als sechs Kilometer unterarmdicke Bohrkerne sind das Resultat.
Diese offenbaren faszinierende Funde. Dazu gehören die Fossilien eines Ur-Krokodils oder 180 Millionen Jahre alte zusammengebrochene Korallenriffe.
- Was die Bohrkerne der Nagra über die Schweizer Geologie erzählenExterner Link, lesen Sie bei Toponline.ch.
- Im Herbst dürfte dann bekannt werden, welche Region sich am besten für ein Tiefenlager eignetExterner Link, weiss die Aargauer Zeitung.
- «Erlebt die Atomenergie in Europa eine Renaissance?Externer Link«, fragte sich kürzlich SRF News.
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