Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Etwas Balsam auf unsere verstörten Seelen: Der Internationale Strafgerichtshof ermittelt ab sofort gegen Wladimir Putin – wegen möglicher Kriegsverbrechen in der Ukraine.
Peace and Love aus Bern
Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag ermittelt gegen Wladimir Putin – wegen möglicher Kriegsverbrechen in der Ukraine.
Auch Strategieexperten und Russland-Spezialistinnen teilen diesen Eindruck: Der russische Präsident lässt sich durch nichts mehr von der Eroberung der Ukraine abhalten.
Die Städte sind nach wie vor von Millionen von Menschen bewohnt. Und auf sie hat es der Kriegsherr abgesehen, allen voran auf die Hauptstadt Kiew. Man muss also vom Schlimmsten ausgehen für die Menschen, die nicht weg können.
Die Sammlung von Beweismitteln «hat jetzt begonnen», sagte Chefankläger Karim Khan vom Internationalen Strafgerichtshof.
Das Ermittlungs-Team kann dabei auf die Unterstützung von 39 Staaten zählen. Dabei gehe es grundsätzlich darum, herauszufinden, ob Kriegsverbrechen begangen worden seien – und von wem.
- Kriegsverbrechen in der Ukraine. Jetzt wird offiziell gegen Putin ermitteltExterner Link – Bericht im Blick.
- Putins Schweizer KriegskasseExterner Link – Beitrag von SRF News.
- Es wird einsamer um Wladimir PutinExterner Link – Analyse von Fredy Gsteiger, Spezialist für Diplomatie und Geostrategie von SRF.
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Rasch und unbürokratisch: Die Schweiz öffnet ihre Grenzen für Flüchtende aus der Ukraine.
Schon über eine Million Menschen, mehrheitlich Frauen und Kinder, haben ihre Heimat Ukraine verlassen, um sich vor den russischen Invasoren in Sicherheit zu bringen.
Dafür können sie auch in die Schweiz kommen. Der Status S – das steht für Schutzbedürftige – ermöglicht ihnen, ohne biometrische Reisepässe einzureisen und hier maximal 90 Tage zu bleiben.
Es ist auch klar, dass die Kriegsvertriebenen in der Schweiz bei Privaten leben können. Bisher haben sich über 6600 Personen gemeldet, um Flüchtende bei sich aufzunehmen. Insgesamt stehen für die Kriegsvertriebenen knapp 16’000 Betten in Privatwohnungen zur Verfügung.
- Anleitung für Flüchtlinge. Das erwartet Ukrainerinnen und Ukrainer in der SchweizExterner Link – der Tages-Anzeiger listet die wichtigsten Punkte auf.
- Schweiz bietet rund 15’000 Betten für ukrainische FlüchtlingeExterner Link – Bericht von Telebasel.
- Krieg in der Ukraine. Darf ich in meiner Mietwohnung Flüchtlinge aufnehmen?Externer Link – Bericht von SRF News.
Die Kandidatur der Schweiz für einen temporären Sitz im UNO-Sicherheitsrat sorgt für eine neuerliche UNO-Debatte.
Dies 20 Jahre nach jener um den Beitritt der Schweiz: 2002 hatte das Stimmvolk an der Urne Ja gesagt zu einer Volksinitiative, die den Beitritt forderte.
«Mit diesem basisdemokratischen Vorgehen konnten wir die Glaubwürdigkeit der Schweiz in der UNO massgeblich stärken», sagt einer der Initianten der Volksinitiative, der langjährige National- und Europarat Andreas Gross.
Diesmal hat das Volk nichts zu sagen. Den Entscheid fällt die UNO-Generalversammlung im Juni. Doch die Schweiz steht mehrheitlich hinter der Kandidatur der Regierung.
Einzig die rechtskonservative Schweizerische Volkspartei, die zwei von sieben Regierungssitze innehat, ist dagegen. Sie verlangte in der angelaufenen Frühlingssession eine Sondersitzung zum Thema, um die Kandidatur in letzter Minute zu kippen.
- 20 Jahre nach Beitritt: Schweiz führt wieder eine UNO-Debatte – heutiger Beitrag von Bruno Kaufmann in unserer Serie zur Kandidatur.
- Was bringt der Schweiz der Einsitz im UNO-Sicherheitsrat? – Beitrag von Sibilla Bondolfi.
- Kann die Schweiz ihre Ideale in den UNO-Sicherheitsrat tragen? – mein Artikel mit Fokus auf die Menschenrechte, die in ihrer Aussenpolitik eine zentrale Rolle spielen.
«Wir nähern uns einer Knappheit»: Das sagt der oberste Arbeitsmarktchef der Schweiz.
Die Schweizer Wirtschaft gehört zu den solidesten und robustesten in Europa. Doch es ziehen dunkle Wolken auf.
Das Phänomen ist nicht neu: Fachkräftemangel. Doch dieser dürfte sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen, sagt Boris Zürcher, Chef Arbeitsmarkt im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco).
Ein Grund: Mehr und mehr Babyboomer, also Arbeitende aus den geburtenstärksten Jahrgängen in den 1960er-Jahren, werden in Rente gehen.
- Bald fehlen mehr als nur die Fachkräfte: «Wir nähern uns einer Knappheit»Externer Link – Interview mit Boris Zürcher auf Watson.
- Geldcast Update: Wie steht es um den US-Arbeitsmarkt? – der aktuelle Geldcast von swissinfo.ch-Experte Fabio Canetg.
- Die Pandemie der Langzeit-Arbeitslosigkeit – Bericht meiner Kollegin Pauline Turuban vom März 2021.
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