Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Er kennt viele Menschen in der Ukraine persönlich: Claude Wild, Botschafter der Schweiz in Kiew. Nach seiner Rückkehr infolge des russischen Angriffs zeigte er sich erschüttert über das Schicksal der dortigen Bevölkerung.
Mit solidarischen Grüsse aus Bern
«Ich bin (…) wütend über die Dummheit der Menschheit, die so etwas anrichtet»: Dies die Worte Claude Wilds über den russischen Aggressor.
Wild war der letzte westliche Diplomat, der die von Russland angegriffene Ukraine verliess – unter dem Schutz einer Spezialeinheit der Schweizer Armee. Seit Mittwoch ist er zurück in der Schweiz.
Er sei traurig «für die Ukraine, für die Ukrainerinnen und Ukrainer und traurig darüber, was mit diesem Land passiert».
Die Einkreisung Kiews durch die russische Armee schliesse sich, sagt er zur aktuellen Lage. Für die Bevölkerung werde es immer schwieriger, die Hauptstadt zu verlassen. «Es gibt keine geordneten Konvois mehr, die aus Kiew heraus fahren», so Wild.
- Schweizer Botschafter: «Bin wütend über Dummheit der Menschheit» – das ganze Interview, das wir von SRF übernehmen konnten.
- Bundesrat will ukrainische Flüchtlinge unbürokratisch aufnehmenExterner Link – Kriegsvertriebene dürfen den Schutzstatus S in Anspruch nehmen, entschied die Regierung heute Nachmittag (SRF News)
- Alle Schweizer Staatsangehörigen, die wollten, konnten die Ukraine verlassen – Bericht unseres Kollegen des Westschweizer Radios und Fernsehens RTS.
- Putin soll politisches Asyl in der Schweiz bekommenExterner Link – der Blick über den Vorschlag eines britischen Ex-Offiziers und Strategieexperten.
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«Putins Diktatur ist die grösste Bedrohung der Menschheit»: Das sagt der ehemalige russische Schachweltmeister Garri Kasparow.
Der Träger der Schachkrone von 1985 bis 2000, der heute in New York lebt, warnte 2015 die Welt mit seinem Buch «Warum wir Putin stoppen müssen».
«Tausende junge Russen sterben für diesen verrückten Diktator. Viele von ihnen wurden unter Putin geboren und sterben unter Putin», sagt Kasparow zum Krieg, vor dem er seit Jahren warnte.
«In Putins Regime geht es nur um Geld, es ist mehr wie ein Mafiastaat.» Solange der Boss Geld und Schutz verteile, stünden die Leute hinter ihm. Sobald kein Geld mehr fliesst, ist die Loyalität sofort dahin.
Er nennt drei Faktoren, die zu Putins Fall führen könnten: eine militärische Niederlage, der wirtschaftliche und finanzielle Zusammenbruch sowie die Isolation.
- «Damit Putins Regime fällt, müssen drei Faktoren erfüllt sein»Externer Link – Interview in den Titeln der TA-Medien (Paywall)
- Garri Kasparow: «Kommt Putin mit der Invasion der Ukraine davon, gibt es keine Grenzen mehr»Externer Link – Bericht ausnahmsweise aus einer deutschen Publikation (Handelsblatt.de)
Die hart kritisierte Kommunikation der Schweizer Regierung zu ihrer Haltung betreffend Sanktionen gegen Russland hat ein Nachspiel.
«Der Bundesrat unter Cassis steckt in Führungskrise – aber darf man das laut sagen?», fragt Watson rhetorisch.
Es gebe keine zwei Meinungen: «Die Entscheidfindung und die Kommunikation des Bundesrats in Sachen Sanktionen gegen Russland waren ein alarmierendes Debakel«, so Watson.
«In Europa war Krieg ausgebrochen, aber kein einziges Regierungsmitglied stellte sich Fragen der Öffentlichkeit.» Dann die Kehrtwende mit Übernahme der EU-Sanktionen.
«Namhafte Politiker sind der Ansicht, das Debakel sei Ausdruck eines tiefen Malaises innerhalb des Bundesrats«, heisst es weiter.
- «Der Bundesrat unter Cassis steckt in Führungskrise – aber darf man das laut sagen?»Externer Link
- Dem Druck nachgegeben. Schweiz übernimmt EU-Sanktionen gegen RusslandExterner Link
- Stefan Legge zu Schweizer Sanktionen gegen RusslandExterner Link – der Ökonom der Uni St. Gallen am Schweizer Fernsehen SRF.
Er entwirft für Renault Autos der Zukunft: Der Berner Marco Brunori.
Der 32-Jährige kannte seinen Weg schon als kleiner Knirps: «Mit 12 Jahren habe ich in einem Buch gelesen, dass es Leute gibt, die Autos entwerfen«, erinnert er sich.
Von da an war sein Weg vorgezeichnet. Sein erster Wurf als Designer war der «Microlino», eine E-Version der «Knutschkugel», wie der BMW Isetta, der Kabinenroller-Klassiker aus den 1950er-Jahren, im Volksmund hiess.
Seit sechs Jahren tüftelt der Auslandschweizer bei Renault an künftigen Formen und Lösungen der Autos der französischen Traditionsmarke. Eines seiner letzten Werke war ein so genannter Concept Car (siehe oben).
Doch die Präsentation seines «Babys» am Genfer Automobilsalon 2020 fiel der Pandemie zum Opfer – genauer: dem Lockdown.
- Dieser Auslandschweizer designt die Autos der Zukunft – der Beitrag unserer #WeareSwissAbroad-Spezialistin Melanie Eichenberger.
- So sieht der erste Schweizer Elektro-Sportwagen aus – Kollege Chris Raaflaub stellte 2019 den «Piëch» vor. Der Flitzer soll 2024 auf den Markt kommen.
- Aufbruch zur automobilen Revolution – unser Vorbericht zum Automobilsalon Genf 2018.
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