Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Letícia Vargas Bento ist eine waschechte Optimistin. Das Gespräch, das ich mit der Brasilianerin von der Uni St. Gallen über den Sieg Lulas in der Präsidentenwahl in ihrem Heimatland führte, war eine Freude. Lesen Sie, weshalb.
Beste Grüsse aus Bern
Wenn einer es schafft, den Menschen in Brasilien nicht nur Träume zu verkaufen, sondern ihr reales Leben zu verbessern, dann Lula.
Dies das Fazit der Kommentare und Hintergrundinformationen zum Machtwechsel von Letícia Vargas Bento, einer Brasilianerin, die an der Uni St. Gallen doktoriert..
Ihr Optimismus gründet auf zwei Punkten: Erstens hat Lula in seinen früheren Amtszeiten bewiesen, dass er die Armut der Menschen tatsächlich verringern und ihr Leben also verbessern könne.
Und zweitens, so die hoffnungsfrohe Gesprächspartnerin, werde er wiederum sein Talent einsetzen, um sehr breite und heterogene Allianzen zu schmieden. Damit könne es ihm gelingen, wichtige Punkte zur Ankurbelung der Wirtschaft, Verringerung der Armut und gegen die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes durchzubringen. Dies trotz starker Mehrheit der ultrarechten Bolsonaro-Partei im Parlament.
- «Die Demokratie Brasiliens hat gewonnen!» – das ganze Interview mit Letícia Vargas Bento, die übrigens nicht der Partei Lulas angehört.
- Die Brasilianer haben mit Lula das geringere Übel gewählt – nicht nur für ihr Land, sondern auch für die WeltExterner Link – Kommentar in der NZZ (Paywall).
- Gesteht er Niederlage ein? Jetzt will Bolsonaro sein Schweigen brechenExterner Link – Artikel im Blick.
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Er wollte nicht als «Kanonenfutter» in der Ukraine – jetzt hat er in der Schweiz Asyl gesucht: Der junge Russe Vladislav Dontschenko.
Können Sie sich das vorstellen: Nach einem Arbeitstag fürchten Sie sich, am Abend nachhause zu gehen.
Der Grund: Sie müssen damit rechnen, dass Sie unterwegs angehalten und von der Strasse weg zum Kriegsdienst in der Ukraine eingezogen werden. Um dort als völlig unerfahrener und unmotivierter russischer Soldat mit grosser Wahrscheinlichkeit getötet zu werden.
Vladislav Dontschenkos zweite, fast ebenso sichere Alternative wäre das Gefängnis gewesen. Über Finnland verliess der Kriegsdienstverweigerer seine Heimat und kam in die Schweiz, wo seine Schwester wohnt.
Jetzt lebt er in Sicherheit. Aber von drei Franken pro Tag. Wir erzählen die ganze Geschichte des jungen Mannes.
- Kriegsdienstverweigerer aus Russland: «Ich war völlig unvorbereitet auf das, was passierte!» – meine russischen Kolleg:innen haben Vladislav in Bern getroffen.
- Weitere Getreidefrachter verlassen ukrainische HäfenExterner Link – Bericht von SRF News.
- Putins Winter-Taktik wird nicht aufgehen! Militärexperte Berni über den russischen Energie-TerrorExterner Link – Bericht im Blick.
Wie lebt es sich als Auslandschweizer:in in einem Land, das Menschenrechte mit Füssen tritt – und in wenigen Tagen die Fussball-Weltmeisterschaften ausrichtet?
Schweizer:innen sind es sich gewohnt, garantierte Rechte zu haben und in sehr vielen Dingen mitreden zu können.
In Katar sieht die Welt anders aus. Der Bau der WM-Stadien und anderer Projekte warf ein Schlaglicht auf eine – erschreckende – Realität: Heerscharen von Bauarbeitern aus Asien, die wie Sklaven gehalten werden – ohne grundlegende Rechte wie fairer Lohn, Bewegungsfreiheit, würdiges Leben oder Arbeitssicherheit.
Dazu werden Homosexuelle und Frauen verfolgt, die für ihre Rechte eintreten. Zuverlässige Quellen wie der britische Guardian nannten die Zahl von 6500 toten Arbeitern, die in der Hitze kollabierten, bei Unfällen starben oder Sjuizid begingen.
Klar, dass man sich als Expat mit den Verhältnissen im Gastland arrangieren muss. Wie dies die in der Schweiz geborene Lehrerin Brigitte Gonzalez* tut, hat meine Kollegin Melanie Eichenberger notiert und zusammengefasst.
- «Ist Katar bereit für die Welt? Ich glaube nicht!» – Teil 2 unserer Katar-Serie über Brigitte Gonzalez*.
- Countdown zur Fussball-WM in Katar: «Es wurden Kühe eingeflogen» – Teil 1 mit dem Geologen Andreas Briner.
- Anhaltende Missstände einen Monat vor Anpfiff der Fussball-WM in KatarExterner Link – Medienmitteilung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zur vertiefenden Studie (in Englisch)Externer Link.
- Bundesrat Maurer unterstützt die Nati in KatarExterner Link – Bericht von SRF News.
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Es ist gewissermassen das Anrecht einer jeden Generation in der Schweiz: jenes auf einen neuen Pass.
Ja, er ist immer noch rot – und mit dem weissen Kreuz drauf. Aber zwischen dem Umschlag ist alles neu. Das neue Design mit angedeuteten Silhouetten von Bergen ist das eine.
Die neue Technologie das andere. Und wichtigere. Denn der neue Pass enthält biometrische Daten der Inhaberin oder des Inhabers, die verschlüsselt sind. Lesbar sind sie nur auf einem Gerät, das die Daten entschlüsseln kann. Und über solche verfügen nur Staaten, die über einen gleichwertigen Datenschutz verfügen wie die Schweiz.
Soweit die Sicht der Behörden. Die Wetten, wie lange es dauert, bis der neue Pass gefälscht werden wird, sind eröffnet.
- Neuste Sicherheitsstandards: Das ist der neue Schweizer PassExterner Link
- Neuer Schweizer Pass mit extra Seite für die Fünfte SchweizExterner Link – Mitteilung der Auslandschweizer-Organisation SwissCommunity.
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