Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Können Sie sich vorstellen, dass das Schweizer Parlament die Schweizer Demokratie nicht richtig versteht? Ich auch nicht. Aber ich muss mich eines "Besseren" belehren lassen.
Beste Grüsse aus Bern
In der Schweiz sind Kantone auch Vorreiter. Ausser, wenn es um Mindestlöhne geht.
Sind die Kantone mit «Bern» nicht einverstanden, können sie eigene Lösungen umsetzen und sich in einer Sache zu Vorreitern machen. Dies aufgrund der verfassungsmässig garantierten Kantonsautonomie, deren Zweck es ist, 26 föderale Gegengewichte zur zentralen Macht des Bundes in Bern zu schaffen.
Um Arbeitnehmende in bestimmten Branchen vor Tieflöhnen zu schützen, haben mehrere Kantone Mindestlöhne festgesetzt.
Nach dem Ständerat hat nun auch die bürgerliche Mehrheit im Nationalrat gegen Einwände von Links entschieden, dass damit Schluss sein soll. Wo ein Gesamtarbeitsvertrag besteht, soll dieser kantonale Mindestlöhne aushebeln. Also wieder runter mit den Löhnen für Arbeitnehmer:innen in Genf, Neuenburg oder Jura.
Das ist Kantonsautonomie à la Carte. Auch wenn die Regierung den Beschluss jetzt umsetzen muss: Die Kantone werden sich «Bern» kaum wohl kampflos beugen.
- «Eingriff in kantonale Souveränität» – kantonale Mindestlöhne sollen ausgehebelt werdenExterner Link – Watson.ch.
- Schweizer Föderalismus in Krisenzeiten – eine Geschichte zwischen Konflikt und Liebe – meine Analyse aus dem ersten Coronasommer 2020.
- Die Kantone im BundesstaatExterner Link – Historisches Lexikon der Schweiz.
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Schweizer Uhren sind eine globale Chiffre für Qualität und Luxus. Haben da neben der Swatch noch andere günstige Modelle überhaupt noch Platz?
«Swiss Made»: Auch in einer sich immer schneller verändernden Welt steht dieses Label für etwas, das bleibt. Auf die Uhrenbranche bezogen bedeutet dies: Sie tickt und tickt und tickt…, und sieht auch noch schick aus.
Aber neben den Ikonen und Flaggschiffen haben nach wie vor auch kleine Uhrenhersteller:innen überlebt, die Einsteiger:innenuhren verkaufen.
Wie will eine Firma wie Mondaine aus der Uhrenstadt Grenchen im harten Konkurrenzkampf gegen die Grossen der Branche bestehen? Mit einer ikonischen, aber preisgünstigen Uhr, viel Transparenz, Ehrlichkeit und Optimismus, wie Kollege Samuel Jaberg bei einem Rundgang vor Ort mit Geschäftsführer André Bernheim erfuhr:
- Letztes Wort über billige «Swiss Made»-Uhren ist noch nicht gesprochen.
- Weder mechanisch noch Luxus: Wie sich ein Schweizer KMU mit seinen günstigen Swiss-Made-Uhren behauptetExterner Link – Beitrag der NZZ von 2020.
- Mehr Swissness in der Uhr als Handicap – meine Reportage aus dem Mondaine-Werk von 2010.
Schweizer Universitäten sind in einem harten Konkurrenzkampf. Eine Uni aber kämpft um ihren Ruf.
Auf dem Spiel steht nichts weniger als die wissenschaftliche Reputation der Uni St. Gallen. Denn die Institution, die vor Jahren noch ein exzellentes Image genoss, wird von einer Plagiatsaffäre erschüttert.
Ein Professor an einem Institut der Abteilung Betriebswirtschaft soll nicht nur seine Dissertation, sondern auch seine Habilitation zu weiten Teilen abgeschrieben haben.
Nicht nur das: Selbst Gutachten für Doktorarbeiten, die er betreut hat, soll er kopiert haben. Das könnte bedeuten, dass Doktortitel, die Studierende bei ihm erworben haben, wertlos sein könnten. Für den betroffenen Professor gilt die Unschuldsvermutung.
- Eine Uni kämpft um ihren Ruf – für die Hochschule St. Gallen steht die wissenschaftliche Exzellenz auf dem SpielExterner Link – Recherche der Neuen Zürcher Zeitung (Paywall).
- Machtballung: Wie sich ein HSG-Professor ein Reich bauteExterner Link – Erster Teil der Recherche in der NZZ am Sonntag (Paywall).
- HSG-Professor versucht, Studenten mundtot zu machen – Studierende wehren sichExterner Link – Tagblatt.ch (Paywall).
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Fussball und Kunst: In einer Schweizer Stadt sorgt diese Liaison für eine Provinzposse. Mit internationaler Ausstrahlung.
Es gibt nicht nur die WM in Katar mit dem Final Frankreich gegen Argentinien. Es gibt auch den FC Tössfeld.
Die Stadt Winterthur hatte einen Plan. Der war ambitioniert: Ein cooles Lokal für den Quartierklub.
Zwei lokale, junge Künstlerinnen sorgten für den nötigen urbanen Chic. Das Resultat – «schnelle» blaue Graffitis und Männchen à la Keith Haring an weissen Wänden und Decke – verstörte die «Schütteler» und Klubleitung offenbar nachhaltig.
Internationale Medien griffen die Winterthurer Fussballverstörung, hervorgerufen von zwei Frauen und zwei Farben, dankbar auf.
Der Gipfel des «Skandals»: Das «Krakel-Debakel» und die «Schmiererei im Kinderstil», so Medien in Deutschland und Frankreich, haben die Stadt 28’000 Franken gekostet. Hallo, habt ihr sie selber bezahlt?
Was sagen die beiden Künstlerinnen? Sie finden es bedenklich, «dass das Werk vor der Fertigstellung des gesamten Raums beurteilt wurde».
Vielleicht würden die Wogen weniger hoch gehen, wenn es zwei fussballafine Künstler gewesen wären, die ihr Werk mit breiten Schultern und kecken Parolen verteidigt hätten.
- Ein Zürcher Fussballclub sorgt abseits der WM für SchlagzeilenExterner Link – SRF News.
- «Viele Jugendliche gaben uns ein positives Feedback»Externer Link – auf zuonline.ch kommen die Künstlerinnen zu Wort (Paywall).
- FC Tössfeld geht um die WeltExterner Link – Landbote (Paywall).
- 28’000 Euro zum Fenster rausgeworfen: Das ist Kunst und kann trotzdem wegExterner Link – apodiktisches Urteil der deutschen «Bild».
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