Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Ich bin in der Nähe des Zürichsees aufgewachsen. Im Sommer baden, im Herbst in Laubhaufen hüpfen, im Winter Enten füttern und im Frühling Rollschuhfahren – das Seeufer war fester Bestandteil meiner Erlebniswelt. Das ist allerdings nicht selbstverständlich.
Herzliche Grüsse
Knatsch um Uferweg über Roger Federers Grundstück gipfelt in einer Volksinitiative.
Der Schweizer Tennisstar Roger Federer baut eine Villa am Zürichsee. Gemäss Richtplan sollte ein öffentlicher Uferweg über Federers Grundstück führen.
Doch dieser Weg wurde bis heute nicht gebaut – obwohl Federer sogar seine Einwilligung gab. Der Verein Rives Publiques gibt den Behörden die Schuld, die reiche Grundstückbesitzer:innen nicht behelligen wollten.
Der Verein will deshalb eine Volksinitiative lancieren. Die Bundesverfassung soll freien Zugang zu den Ufern der Schweizer Seen garantieren – ähnlich wie für die Wälder.
- Der Artikel bei 20 MinutenExterner Link.
- Aus unserem Archiv: Warum der Seeuferweg auf der Strecke bleibt.
Bleiben wir bei den Reichen: Von den WEF-Teilnehmenden reiste jede:r Zehnte im Privatjet an.
Klimawandel und Klimaschutz gehören zu den wichtigen Themen am Weltwirtschaftsforum, das am Montag in Davos beginnt.
Laut einer Analyse von Greenpeace sind beim letztjährigen WEF allerdings 10 Prozent der rund 2500 Teilnehmenden mit einem Privatjet an- und abgereist.
Für Greenpeace ist «diese Privatjet-Bonanza an Heuchelei nicht zu überbieten».
- Der Artikel im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall).
- Auch der BlickExterner Link und Travel InsideExterner Link berichten.
- Unser Artikel: Das WEF im Zeichen sozialer Unruhen.
US-Investor Bill Browder unterliegt vor Schweizer Gericht.
Bill Browders Steuerberater Sergei Magnitski starb in einem russischen Gefängnis, nachdem er einen riesigen Steuerbetrug der Moskauer Steuerbehörde aufgedeckt hatte.
Als Vehikel für den Betrug diente der Steuerbehörde Browders Fondsgesellschaft, Hermitage Capital Management. Ein Teil dieser Gelder war in der Schweiz gelandet, auf Konten der UBS und der CS.
Die Schweizer Behörden stellten ein Verfahren wegen Geldwäscherei ein und gaben die Gelder frei. Dagegen wehrte sich Bill Browder vergeblich: Er gilt nicht als Privatkläger, weil nicht Browders Fondsgesellschaft durch den Betrug geschädigt worden ist, sondern die lokale Steuerbehörde.
- Der Artikel in der NZZExterner Link (Paywall).
- Aus unserem Archiv: Bill Browders Kampf gegen die Schweiz.
Die Parteien umwerben im Wahljahr die Auslandschweizer:innen.
Das Elektorat der Auslandschweizer:innen ist in den letzten 25 Jahren enorm gewachsen, von 63’000 auf 211’000. So viele waren 2021 im Stimmregister eingetragen.
2023 ist Wahljahr. Die Parteien umwerben deshalb nun die Schweizer:innen im Ausland.
Laut Politanalyst Michael Hermann wollen Auslandschweizer:innen jedoch nicht als reines Stimmvieh behandelt werden. Die Parteien müssten sich dafür einsetzen, dass die Anliegen der Fünften Schweiz umgesetzt würden.
- Wir behandeln das Thema in unserem neuen TV-Format Let’s Talk.
- Unser Schwerpunkt Swiss Abroad.
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