Die Waldföhre stirbt
Die Walliser Waldföhren-Wälder sind einzigartig in der Schweiz. Seit Mitte der neunziger Jahre sterben sie auffallend schnell ab. Trockenheit und Umwelt-verschmutzung setzten den Föhren-Wäldern schon in früheren Jahren zu. Nun soll untersucht werden, was diesmal der Grund sein könnte.
Die Walliser Föhrenwälder sind rund 12’000 Hektaren gross. Seit 1910 wurden sie mehrmals praktisch ausgerottet. Seit 1990 beginnen die Bäume wieder abzusterben. Seither breitet sich das Föhrensterben stetig aus: In einzelnen Wäldern seien die Föhren bereits verschwunden und durch Laubbäume verdrängt worden, erklärte Christian Werlen, Chef der kantonalen Dienstelle für Wald und Landschaft, am Dienstag (04.09.).
Im Talgrund sind Waldföhren wichtiger Naherholungsraum und an den Talflanken schützen sie gegen Steinschlag und Erosion. Damit sind die Wälder einerseits von vitaler Bedeutung für die Bevölkerung, andererseits aber auch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor.
Der Kanton Wallis hat nun die Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) mit einer Studie beauftragt. Erste Resultate werden in vier Jahren erwartet.
Klimaerwärmung könnte eine Rolle spielen
Die kranken Bäume weisen keinerlei von aussen sichtbare Schädigung auf. Das erschwert es, die Ursache für das Absterben der Bäume herauszufinden. Eine mögliche Ursache könnte Wassermangel sein. Auch die allgemeine Klimaerwärmung könnte eine Rolle spielen. Die Untersuchung kostet knapp eine Million Franken.
Die bekanntesten Walliser Föhrenwälder finden sich bei Siders und St-Maurice.
swissinfo und Agenturen
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