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Britische Gesundheitsbehörde hält Bayer-Medikament Nexavar für zu teuer

Dieser Inhalt wurde am 19. November 2009 - 08:30 publiziert

LONDON (awp international) - Die britische Gesundheitsbehörde hat den Ambitionen des deutschen Pharmakonzerns Bayer und seines Partners Onyx Pharmaceuticals einen Dämpfer für ihr Krebsmedikament Nexavar verpasst. Das National Institute of Health and Clinical Excellence (NICE) teilte am Donnerstag mit, es halte Nexavar mit dem Wirkstoff Sorafenib für zu teuer. Das Institut werde das Medikament dem britischen Gesundheitsdienst (National Health Service) nicht zur Anschaffung empfehlen.
"Wir sind sehr enttäuscht darüber, dass wir Sorafenib nicht empfehlen können, aber die Kosten für das Mittel sind im Vergleich zu dem Nutzen zu hoch, um eine Erstattung der Behandlung zu rechtfertigen", wird Andrew Dillon, Chef des Instituts in der Mitteilung zitiert. Bayer will gegen die Entscheidung Berufung einlegen.
Nexavar ist in mehr als 80 Ländern für die Behandlung von Leberkrebs und in über 90 Ländern für die Nierenkrebs-Therapie zugelassen. Das Medikament gilt als sogenannter Blockbuster, also als ein Medikament mit einem jährlichen Spitzenumsatz von mindestens 1 Milliarde Euro. Die Ablehnung folgt einer bereits vorangegangenen früheren Aussage des NICE. Nach dem heutigen Schritt gilt der Fall für abgeschlossen. Dem Unternehmen bleibt nun nur noch der Rechtsweg./ep/wiz/tw

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