Bundesrat will Mindestfranchise auf 400 Franken erhöhen
Der Bundesrat hat eine Gesetzesänderung zur Erhöhung der Mindestfranchise in die Vernehmlassung geschickt. Sie soll in einem ersten Schritt von 300 auf 400 Franken steigen. Kinder bleiben von der Regelung ausgenommen, wie die Landesregierung am Freitag mitteilte.
(Keystone-SDA) Ziel sei es, die Eigenverantwortung der Versicherten zu stärken, um den Anstieg der Gesundheitskosten einzudämmen.
Die Änderung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) sieht auch einen Anpassungsmechanismus vor: Die Franchise soll künftig erhöht werden, sobald die Kostenbeteiligung der Versicherten unter einen Schwellenwert von 13,5 Prozent der Bruttoleistungen fällt.
Im Dezember 2024 hatte sich das Parlament für eine Erhöhung der Krankenkassen-Mindestfranchise ausgesprochen. Damit soll die aktuelle Kostensituation in der Grundversicherung besser abgebildet werden.
Die letzte Erhöhung der Mindestfranchise erfolgte 2004, damals von 230 auf 300 Franken. Im Jahr 2024 wählten 45 Prozent der Erwachsenen die tiefste Franchise, wie der Bundesrat weiter mitteilte.