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Zürich (awp/sda) - Die Schweizer Gastronomen machen sich Sorgen über die Zunahme von Auflagen und Vorschriften für ihre Betriebe. Die Revisionen des Lebensmittel- und des Alkoholgesetzes lehnen sie ab. Den Schutz vor Passivrauchen möchten sie schweizweit gleich geregelt haben.
Im Vernehmlassungsentwurf zum revidierten Lebensmittelgesetz stört sich GastroSuisse-Vizepräsident Ernst Bachmann vor allem an zwei Punkten: Der Aufhebung der Schweigepflicht für Behörden und der Deklarationspflicht in den Betrieben, wie er am Dienstag an der Jahresmedienkonferenz in Zürich sagte.
Erstere bedeutet, dass die Resultate von Lebensmittelkontrollen in Restaurants, Kantinen, Spitalküchen und dergleichen öffentlich gemacht werden könnten. Letztere brächte den Gastwirten die Pflicht, Herkunft und Produktionsart ihrer Lebensmittel offenzulegen.
Auch die Totalrevision des Alkoholgesetzes widerstrebt den Wirten. Testkäufe von Jugendlichen seien nichts anderes als eine "Anstiftung zu einem Delikt" sagte Bachmann. Und das Verbot einer Abgabe von Alkohol zu vergünstigten Preisen - etwa zur "Happy Hour" - oder eines Gratis-Gläschens für einen Gast sei "schlicht lächerlich".
Gegen das Rauchverbot laufen die Wirte mittlerweile nicht mehr Sturm - die Gesetze gibt es nun einmal, und "Zustände wie früher kommen nicht mehr", sagte Bachmann.
Die Verbote machten aber vielen Gastronomen enorm zu schaffen. Weniger Speiselokale als vielmehr Bars, Discos und dergleichen spürten starke Umsatzrückgänge. Aber auch Stammtische litten: Blieben die Leute fern, so sei dies ein "kultureller und sozialer Verlust".
Unabdingbar wäre laut Bachmann ein einheitliches Bundesgesetz, das in allen Kantonen gelte. Heute haben 15 der 26 Kantone Gesetze, welche strenger sind als das Bundesgesetz, das in den übrigen Kantonen gilt. Dies führe zu Wettbewerbsverzerrungen.
Im übrigen sind die Schweizer Wirte und Hoteliers recht zufrieden mit dem vergangenen Jahr. Insgesamt wurde für 26 Mrd CHF auswärts gegessen und getrunken - für 3,3 Mrd mehr als im Vorjahr.
Wie GastroSuisse-Direktor Bernhard Kuster sagte, wird Fastfood immer beliebter - und zwar nicht nur bei den Jungen, sondern in allen Altergruppen. Dennoch steht sie in keiner einzigen Altersgruppe an erster Stelle. Die 15- bis 24-Jährigen etwa essen viel häufiger in Mensen, Kantinen und ähnlichen Einrichtungen.
Auf der Hitliste der beliebtesten Gerichte zuoberst steht bei Schweizer Restaurantbesuchenden Rindfleisch mit Pommes Frites und Salat. Bei den Getränken wird am allerhäufigsten Kaffee oder Tee bestellt, gefolgt von Mineralwasser. Erst an dritter Stelle kommt Bier.
In der Hotellerie sei das Jahr 2010 mit einem Plus von 1,7% bei den Logiernächten "zufriedenstellend, wenn auch nicht hervorragend" verlaufen, sagte Kuster. "Sehr besorgniserregend" seien nun allerdings die schlechten Ergebnisse, die im Februar 2011 verzeichnet wurden.
dl

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