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Bern (awp/sda) - Das nationale Eisenbahnnetz erstreckt sich über die dreifache Länge des Autobahnnetzes. Das umfangreichste Infrastrukturnetz der Schweiz ist aber das Elektrizitätsnetz. Es entspricht der Länge aller Schienen- und Autobahnkilometer zusammen.
Der Hochspannungsnetz der Schweiz entspricht einer Länge von 6696 Kilometern. Es transportiert den Strom, welcher aus fünf Atomkraftwerken und 532 mit Wasserkraft betriebenen Zentralen gewonnen wird. Das Elektrizitätsnetz ist damit dreimal so lang wie jenes der Hochdruckgasleitungen, welches 2277 Kilometer umfasst.
Dies geht aus einem Bericht des Bundesrats hervor, welcher erstmals einen Blick auf die sechs grossen Infrastrukturnetze mit nationaler Bedeutung erlaubt. Das Nationalstrassennetz weist demnach eine Länge von 1790 Kilometern auf. Zum Schienennetz trägt das SBB-Netz 3011 Kilometer bei, 2137 Kilometer entfallen auf die privaten Bahngesellschaften.
Der Netto-Wert der Gesamtheit der Infrastrukturnetze beläuft sich laut Bericht auf 450 Mrd CHF. Ihr ökonomischer Wert werde tendenziell unterschätzt, heisst es weiter. Das gesamte Infrastrukturnetz trage 5,3% zum Bruttoinlandprodukt (BIP) bei und vereine 4,5% aller Vollzeitstellen auf sich.
Im Bericht wird weiter der Finanzbedarf des Strassennetzes zwischen 2010 und 2030 taxiert. Er beläuft sich demnach auf 64,3 bis 68,3 Mrd CHF. Der Bundesrat setzt bei der Bewältigung dieser Kosten auf eine Erhöhung der Mineralöl-Steuer von 18 auf 22 Rappen pro Liter.
Für das Schienennetz werden im gleichen Zeitraum Kosten von 85,8 bis 94,8 Mrd CHF veranschlagt. Mittel zur Begleichung der Rechnung (Erhöhung der Mehrwertsteuer, neue Verteilung der LSVA) sind in Prüfung.
Laut Bericht befinden sich die nationalen Infrastrukturnetze im internationalen Vergleich in einem guten Zustand. Dieser Umstand trage zur Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz bei, sei auf lange Sicht aber keinesfalls garantiert.
Die Mehrzahl der Netze weist kritische Engpässe und Schwachpunkte auf, wie es im Bericht heisst. Beim Schienen- sowie beim Hochspannungsnetz bestehe Nachholbedarf bei der Qualitätssicherung, was sich bislang noch nicht auf Sicherheit und Betrieb ausgewirkt hätte, schreibt der Bundesrat.
ra

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