Erste Asiatische Hornisse in Liechtenstein entdeckt
In Liechtenstein ist erstmals eine Asiatische Hornisse nachgewiesen worden. Gefunden wurde ein totes Tier unterhalb des Forstwerkhofs in Schaan FL.
(Keystone-SDA) Da bisher keine weiteren Tiere entdeckt wurden, ist derzeit gemäss einer Mitteilung des Amtes für Wald, Natur und Landwirtschaft vom Freitag unklar, ob es sich um ein isoliertes Vorkommen handelt oder ob sich in der näheren Umgebung ein Nest befindet.
Das Amt hat umgehend Abklärungen eingeleitet. «Die in der Nähe des Fundortes bestehenden Bienenstände werden ab sofort gezieltüberwacht», heisst es in der Mitteilung. Zudem würden die zuständigen Fachpersonen sowie die betroffenen Imker informiert «und um erhöhte Aufmerksamkeit gebeten». Sollten weitere Sichtungengemeldet werden, werde versucht, das Nest zu lokalisieren und zu entfernen. Eine weitere Ausbreitung in Liechtenstein solle verhindert werden.
Die Asiatische Hornisse ist als invasive gebietsfremde Art eingestuft. Sie stammt ursprünglich aus Asien und breitet sich seit einigen Jahren in Europa rasch aus. Da sie sich von zahlreichen Insekten, insbesondere von Honig- und Wildbienen, ernährt, kann sie die Bestäubung von Pflanzen beeinträchtigen und stellt eine zusätzliche Belastung für bereits unter Druck stehendeBestäuberpopulationen dar. Dadurch kann sie die Biodiversität sowie die Imkerei und Landwirtschaft beeinträchtigen.
Für die Bevölkerung stellt die Asiatische Hornisse keine grössere Gefahr dar als die einheimischen Wespen- und Hornissenarten. «Jedoch sollten gefundene Nester nicht gestört und keinesfalls in Eigenregie entfernt werden, da die Tiere ihre Nester aggressiv verteidigen», schreibt das Amt.