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EZB/Weber: Eurozone-Wirtschaft dürfte zwischen 0,5 bis 1,0% in 2010 wachsen

DAVOS (awp international) – Die Wirtschaft der Eurozone wird 2010 nach Einschätzung von Bundesbankpräsident Axel Weber zwischen 0,5 und 1,0 Prozent wachsen. Im kommenden Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sich dann um 1,5 Prozent erhöhen, sagte Weber am Mittwoch dem Fernsehsender CNBC in Davos. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte sich noch am Dienstag etwas optimistischer für die Eurozone gezeigt und für 2010 ein Wachstum von 1,0 und für 2011 von 1,6 Prozent prognostiziert. Weber entscheidet im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) mit über die Geldpolitik in der Eurozone mit.
Die ausserordentlichen geldpolitischen Massnahmen werde die EZB graduell und geordnet zurückführen, sagte Weber. Der Rat der EZB mache hier eine klare Unterscheidung zwischen den Zinssätzen und den Liquiditätsmassnahmen. Grosse Inflationsrisiken sieht Weber nicht.
Die Diskussion über ein Auseinanderbrechen den Eurozone bezeichnete Weber wie schon zuvor EZB-Präsident Jean-Claude Trichet als «absurd». Weber erwarte, dass es den Euro für immer geben werde. Vor allem die Schuldenkrise in Griechenland hatte zuletzt die Unsicherheit verstärkt. Weber forderte Griechenland erneut auf, das Haushaltsdefizit wie versprochen auf unter drei Prozent des BIP zu reduzieren. Ein Problem für die Glaubwürdigkeit des Euro sieht Weber nicht. Die Geldpolitik der EZB müsse weiterhin für die gesamte Eurozone gemacht werden./MNI/js/jha/

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