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Haftbefehl wegen Verdachts der Bestechlichkeit bei Daimler

Dieser Inhalt wurde am 23. November 2009 - 15:50 publiziert

VERDEN (awp international) - Ein Mitarbeiter des Bremer Mercedes-Werkes sitzt wegen des Verdachts der Bestechlichkeit in Untersuchungshaft. Es bestehe Verdunkelungsgefahr, sagte die Verdener Oberstaatsanwältin Silke Streichsbier am Montag. Deshalb sei bereits am Freitag Haftbefehl gegen den 49-Jährigen erlassen worden. Der Mann soll in den vergangenen fünf Jahren insgesamt knapp 120.000 Euro von einem Unternehmer in Stuhr bei Bremen erhalten haben als Gegenleistung für eine Auftragsvergabe sowie für die Weitergabe vertraulicher Informationen im Bereich Anlagenbau.
Ausserdem laufen Ermittlungen gegen fünf weitere Beschäftigte der Daimler-Sparte und drei andere Zulieferer für Werkstechnik. Es lägen in den Fällen noch keine konkreten Beweise vor, die einen Haftbefehl begründeten, sagte Streichsbier. Die Auswertung der sichergestellten Unterlagen und Datenspeicher werde noch einige Zeit dauern. Im Oktober waren insgesamt zwölf Büros und Wohnungen durchsucht worden.
Im Fall des 49-Jährigen seien die Bestechungszahlungen nach den bisherigen Erkenntnissen über Rechnungen für angebliche Beratungsleistungen gelaufen. Diese Beratungen habe es aber nie gegeben, sagte Streichsbier. Bei Daimler in Stuttgart hiess es, das Unternehmen werde die entsprechenden disziplinarischen Massnahmen gegen den Mitarbeiter einleiten. Weitere Einzelheiten wollte eine Sprecherin nicht nennen./ja/DP/stw

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