KOF-Umfrage: Schweizer Unternehmen investieren wieder mehr
(Keystone-SDA) Zürich – Schweizer Firmen investieren wieder mehr. Im laufenden Jahr stiegen die Investitionen nominell um 7 Prozent. 2011 dürften sie um 4 Prozent zunehmen. Dies zeigen die aktuellen Resultate der Investitionsumfrage vom Herbst der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich.
Die Industrie, die während der Krise einen starken Nachfrageeinbruch erlitten hatte, investierte 2010 sehr stark. Die Firmen rechnen mit einer Zunahme von 21 Prozent. Nächstes Jahr dürfte die Steigerung noch rund 5 Prozent betragen. Das Baugewerbe geht hingegen sowohl 2010 als auch für 2011 eher von rückläufigen Investitionen aus.
Rund zwei Drittel der privaten Investitionen werden von Firmen des Dienstleistungssektors getätigt. Da dieser Sektor von der Rezession weniger betroffen war als andere Branchen, ist auch der Nachholbedarf weniger gross. Die Dienstleistungsfirmen gaben an, dass sie dieses Jahr 4 Prozent mehr investierten und im kommenden Jahr 6 Prozent mehr investieren wollten.
Die Investitionspläne für das kommende Jahr sind mit grossen Unsicherheiten behaftet. Namentlich im Baugewerbe und dem Dienstleistungssektor hat sich die Planungssicherheit deutlich verschlechtert. Rationalisierungsinvestitionen stehen weniger im Vordergrund als noch in den vergangenen Jahren. Dies gilt auch für Investitionen zugunsten des Umweltschutzes.
Neu hat die KOF die Firmen auch nach ihren quantitativen Investitionsplänen befragt. Daraus können direkt Wachstumsraten für das zu Ende gehende und das nächste Jahr berechnet werden. Danach dürfte sich die Produktionskapazität in der Industrie im nächsten Jahr deutlich ausweiten. Insbesondere in den Branchen Chemie, Metall, Maschinen und Geräte seien grosse Steigerungen vorgesehen, schreibt die KOF.