Micasa schliesst vier Filialen und erhält neuen Besitzer
Die ehemalige Migros-Tochter Micasa muss vier ihrer 30 Filialen schliessen. Zudem erhält die Möbelhändlerin einen neuen Besitzer.
(Keystone-SDA) «Eine Schweizer Investorengruppe übernimmt 100 Prozent der Aktien der Micasa AG und begleitet das Unternehmen gemeinsam mit der bestehenden Geschäftsleitung in die nächste Entwicklungsphase», teilte das Unternehmen am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP mit. Zuvor hatte das Portal «Inside Paradeplatz» darüber berichtet.
CEO Philipp Agustoni und COO Manuel Landolt werden Micasa weiterhin operativ führen. Die neue Eigentümerschaft bringe neben zusätzlichem Kapital unternehmerische Erfahrung sowie Kompetenzen in Logistik, Digitalisierung und Technologie ein. Wer der neue Besitzer ist, wollte Micasa nicht verraten.
Zudem wird der Standort Crissier per Ende 2026 und die Standorte Langendorf, Brügg und Buchs per Ende Januar 2027 geschlossen. Grund dafür sind laut den Angaben «die aktuelle wirtschaftliche Situation und veränderte Marktbedingungen». Für die betroffenen Mitarbeitenden würden Anschlusslösungen geprüft.
Die Migros hatte Micasa im Februar 2025 im Rahmen eines Management-Buy-outs an ein Konsortium um Philipp Agustoni und Manuel Landolt verkauft. Zu diesem gehörten zudem die deutschen und österreichischen Investorenfamilien Brandstetter-Finger und Wiest.
Seit dem 1. September 2025 führt die neu gegründete Micasa AG die Geschäfte eigenständig. Alle Mitarbeitenden und Lernenden in den Filialen wurden damals übernommen.
Micasa positioniert sich im mittleren Preissegment und konkurriert damit unter anderem mit Ikea und XXXLutz.