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DÜSSELDORF (awp international) - Deutsche Ökonomen haben der Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) widersprochen, dass angesichts der Schuldenkrise auch künftig ein Europäer an der Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF) stehen sollte. "Ein Europäer an der Spitze ist keinesfalls Voraussetzung dafür, dass der IWF die wichtige ihm zugedachte Rolle ausfüllt", sagte der Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Ferdinand Fichtner, an Mittwoch "Handelsblatt Online". Es sei vielmehr sogar hilfreich, einen "weniger der europäischen Politik verpflichteten Vertreter in den Verhandlungen zu haben". Dieser dürfte bei den Gesprächen mit den Schuldenstaaten den Eindruck der Unabhängigkeit leichter vermitteln, sagte Fichtner.
Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater sagte: "Das Engagement des IWF ist relativ unabhängig von der Führung des IWF, es ist Teil der Aufgabe dieser Institution", sagte Kater. Der Währungsfonds spiele eine wichtige Rolle in der Schuldenkrise. Der IWF verfüge nicht nur über die nötige Infrastruktur und die Erfahrungen mit Problemlagen wie in Griechenland, sondern er stelle auch für die betroffenen Länder "ein externes Korrektiv dar". Nach Ansicht von Kater ist das hilfreich, um die notwendigen Reformen im politischen Prozess durchzusetzen.
Aus Fichtners Sicht verfängt auch die Argumentation nicht, dass die IWF-Spitze traditionell mit einem Europäer und im Gegenzug die Weltbank-Führung mit einem Amerikaner besetzt werde. "In den Schwellenländern würde dies zu Recht als Bruch mit der in den vergangenen Jahren signalisierten Bereitschaft zu einer steigenden Bedeutung anderer Regionen in internationalen Organisationen wahrgenommen", sagte der DIW-Ökonom./jkr/bgf

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