OIL/US-Ölpreis steigt über die Marke von 81 US-Dollar
NEW YORK/LONDON/WIEN (awp international) – Der US-Ölpreis ist am Montag im Mittagshandel über die Marke von 81 US-Dollar gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Februar kostete 81,09 Dollar. Das sind 1,73 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Donnerstag. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,74 Dollar auf 79,65 Dollar.
Der Streit zwischen Russland und Weissrussland über eine Verlängerung eines Öl-Vertrags, der am Neujahrstag ausgelaufen war, habe die Ölpreise gestützt, sagten Händler. Weissrussland will deutlich mehr Geld für das Weiterleiten nach Westen, während Russland eine Erhöhung seiner Exportzölle anstrebt. Dieser Streit sei zwar kein grosser Anlass zur Sorge, unterstütze aber die derzeit positive Stimmung am Ölmarkt, sagten Händler.
Die Commerzbank erachtet das Risiko von Lieferausfällen jedoch als gering. Der Ölverbrauch Weissrusslands liege bei lediglich 150.000 Barrel pro Tag. «Deshalb würde auch das mögliche Anzapfen den Weltölmarkt keineswegs belasten», heisst es in dem Kommentar. Denn die Ölproduktion steige ununterbrochen weiter. Russland, derzeit der weltgrösste Ölproduzent, habe im vergangenen Jahr rund 9,925 Millionen Barrel Rohöl pro Tag gefördert. Gestützt wird der Ölpreis laut Commerzbank derzeit vor allem durch den Konjunkturoptimismus. Der am Nachmittag in den USA zur Veröffentlichung anstehende Einkaufsmanagerindex ISM dürfte eine fortgesetzte Konjunkturerholung bestätigen.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Montag kostete ein Barrel (159 Liter) am Donnerstag (Silvester) im Durchschnitt 77,13 Dollar. Das waren 36 Cent mehr als am Mittwoch. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./js/jha/she