Partei kritisiert Zürcher Filmfestival als zu Israel-kritisch
Die Zürcher EDU ist mit der Filmauswahl des Zurich Film Festival nicht zufrieden. Palästinensische Anliegen würden auffallend stark in den Mittelpunkt gerückt. Sie will vom Regierungsrat wissen, was er von dieser politischen Schlagseite hält.
(Keystone-SDA) Auslöser für die Anfrage, die diese Woche publiziert wurde, war der Film «Naza», der am Zurich Film Festival gezeigt wurde und schwere Vorwürfe gegen die israelische Armee erhebt.
Ebenfalls im Programm des diesjährigen Festivals war der Film «Life Support», der die prekäre medizinische Lage während des Kriegs zwischen Israel und der Hamas in Gazas Spitälern zeigt. Die alleinige Verantwortung dafür werde Israel zugeschoben, so die EDU.
In den vergangenen zwei Jahren, seit dem Überfall der Hamas auf Israel, zeigte das ZFF gemäss EDU ausschliesslich palästinensisch geprägte, Israel-kritische Produktionen. Das Ziel des ZFF, «eine Vielfalt an Stimmen und Perspektiven» zu zeigen, wirke vor diesem Hintergrund fragwürdig.
Subventionen von 1,3 Millionen Franken
Die christlich-konservative Partei will vom Regierungsrat deshalb wissen, wie er es gegenüber der Öffentlichkeit rechtfertige, dass mit öffentlichen Geldern ein Festival unterstützt werde, dessen Programmgestaltung über Jahre einseitig ausfalle. Sie fürchtet, dass die Subventionen am ZFF dazu verwendet werden, «politische Schlagseiten zu verstärken».
Das ZFF erhält pro Jahr öffentliche Gelder in der Höhe von rund 1,3 Millionen Franken. Davon stammen 400’000 Franken vom Kanton, eine halbe Million von der Stadt und 420’000 Franken vom Bund. Der Regierungsrat wird sich in den kommenden Wochen dazu äussern.